09.08.2018 Marion Schlegel

Evotec steigert Gewinn um 92 Prozent – Aktie mit neuem Jahreshoch

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Evotec
Trendthema

Das im TecDAX notierte Biotech-Unternehmen Evotec befindet sich weiter auf Kurs. Der Konzernumsatz wuchs im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um 67 Prozent auf 173,8 Millionen Euro. Wie Evotec mitteilte, resultiert dieser Anstieg unter anderem aus der sehr guten Performance des Basisgeschäfts, dem positiven Aptuit-Beitrag (53,6 Millionen Euro) und höheren Meilensteineinreichungen in bestehenden Allianzen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz sogar um 78 Prozent auf 94,8 Millionen Euro. Das bereinigte Konzern-EBITDA kletterte im ersten Halbjahr um 47 Prozent auf 38,6 Millionen Euro, im zweiten Quartal konnte sich dieses von 12,8 Millionen Euro auf 24,6 Millionen Euro nahezu verdoppeln. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn konnte Evotec die Erwartungen der Analysten übertreffen. Auch der Bestand an liquiden Mitteln entwickelte sich positiv. Insgesamt stieg dieser von Ende Dezember bis Ende Juni auf 109,8 Millionen Euro.

Infolge des Abschlusses der Übernahme der Antiinfektiva-Einheit wurde die Finanzprognose 2018 angepasst. Evotec erwartet nun Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 35 bis 45 Millionen Euro (zuvor: 20 bis 30 Millionen Euro). Wie Evotec mitteilte, wirken sich die zusätzlichen F+E-Aufwendungen aber nicht auf das bereinigte EBITDA aus, da die Kosten für die ersten fünf Jahre von Sanofi übernommen werden. Alle sonstigen Bestandteile der Prognose für 2018 wurden bestätigt.

Die Aktie von Evotec kann am Morgen leicht zulegen und steigt auf ein neues Jahreshoch. Ohnehin zeigt sich derzeit wieder ein extrem starkes charttechnisches Bild, nachdem die Konsolidierung nach der Rallye zuvor zuletzt abgeschlossen werden konnte. Evotec ist eines der besten deutschen Biotechwerte. Anleger lassen die Gewinne laufen. Langfristig orientierte Investoren können weiter zugreifen.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.