09.12.2016 Marion Schlegel

Evotec mit vielversprechender Kooperation im Kampf gegen Supererreger

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Evotec
Trendthema

Das Biotechunternehmen Evotec geht eine Kooperation gegen Supererreger mit dem US-Startup Forge ein. Dies teilte das Hamburger Unternehmen am Freitag mit. Im Rahmen der Zusammenarbeit in der Antibiotika-Forschung sollen neue Projekte vorangebracht werden, darunter auch die Behandlung bakterieller Infektionen, die durch resistente sogenannte "Supererreger" verursacht werden. Das Startup hat seinen Sitz in San Diego in den Vereinigten Staaten. Finanzielle Details der Kooperation wurden nicht genannt. Die Evotec-Aktie legte am Vormittag erneut leicht zu und setzt damit den enorm positiven Jahresverlauf fort.

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll das neue Projekt im Bereich gramnegativer Antibiotika, die auf LpxC einwirken sollen, zur Behandlung bakterieller Infektionen vorangebracht werden. Seit über 15 Jahren wird LpxC als vielversprechende antibakterielle Zielstruktur angesehen, doch bisher war es aufgrund fehlender geeigneter chemischer Ansätze nicht möglich, die Struktur weiter zu erforschen. Forge hat seine proprietäre Bibliothek aus metallbindenden Pharmakophoren sowie seine Prozesse eingesetzt und war in der Lage, potente Inhibitoren von LpxC zu identifizieren, auf die ein Wirkstoff einwirken könnte.

Die Bemühungen im Rahmen der Allianz werden sich in erster Linie auf die Leitstrukturoptimierung dieser Inhibitoren richten, um in den nächsten Jahren einen Entwicklungskandidaten zu identifizieren. Evotec wird mit einem Team von mehr als zehn Wissenschaftlern ihre führenden Kapazitäten und Kompetenzen in den Bereichen Biochemie, Mikrobiologie, Medizinalchemie, strukturelle Biologie, Chemieinformatik, ADME/PK-Analytik und Projektmanagement in die Zusammenarbeit einbringen.

„Antibiotika mit neuen Wirkmechanismen werden dringend benötigt, um die bisher nicht behandelbaren Infektionen infolge von resistenten gramnegativen Bakterien zu behandeln“, sagte Zachary A. Zimmerman, Ph.D., CEO von Forge Therapeutics. „Unsere LpxC-Inhibitoren haben sich in vitro als stabil und potent sowie vorläufige Wirksamkeit in vivo bewiesen.“

Anleger lassen ihre Gewinne bei Evotec weiter laufen. Rücksetzer sind bei der Aktie klare Kaufchancen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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