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E.on-Aktie: Im Kreuzfeuer der Analysten

E.on-Aktie: Im Kreuzfeuer der Analysten
Foto: Börsenmedien AG
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Michael Herrmann 28.11.2013, 13:25 Michael Herrmann

E.on ist heute wieder ein gefundenes Fressen für die Analysten. Gleich drei große Finanzhäuser haben ihre Einschätzung zur Aktie des Energieriesen aktualisiert.

Die US-Bank JPMorgan hat die E.on-Aktie auf "Underweight" mit einem Kursziel von zwölf Euro belassen. Die Koalitionsvereinbarung zwischen CDU und SPD enthalte im Vergleich zu den vor rund zwei Wochen durchgesickerten Informationen aus einem Papier der entsprechenden Arbeitsgruppe nur wenig Neues für die Versorger, schrieb Analystin Nathalie Casali in einer Branchenstudie vom Donnerstag. Ein Kapazitätenmarkt werde die Profitabilität des Stromgeschäfts von Eon und RWE wohl kaum deutlich verbessern. Es sei jedoch erkannt worden, dass die Angebotssicherung zu einem Problem werden könnte und dass sämtliche Stromerzeugungsquellen einschließlich Braunkohle, Steinkohle und Gas "unverzichtbar" seien. Dies stimme sie ein wenig zuversichtlich.

Nahezu unveränderte Situation

Das Analysehaus Kepler Cheuvreux hat derweil die Einstufung für E.on auf "Reduce" mit einem Kursziel von elf Euro belassen. Eine Verbesserung der Situation der konventionellen Stromerzeuger ist laut Analyst Ingo Becker nicht in Sicht. Die Energiewende werde von der schwarz-roten Koalition nahezu unverändert fortgeführt.

Erholung ist Wunschdenken

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für E.on angesichts der Eckpunkte der Energiepolitik der kommenden großen Koalition auf "Sell" belassen. Eine Erholung der Versorger sei Wunschdenken, schrieb Analyst Patrick Hummel in einer Studie vom Donnerstag. Sie müssten sich in der Stromerzeugung für längere Zeit auf niedrige Gewinne einstellen.

Quelle: Börsenmedien AG

Übertriebene Skepsis

Die neuesten negativen Analystenkommentare passen ins Gesamtbild. Der Großteil der Analysten ist skeptisch für die Aktie des Energieriesen gestimmt. DER AKTIONÄR bleibt dagegen skeptisch, zumal E.on durch den geplanten Verkauf der Italien-Geschäfte einmal zeigt, dass der Konzern vor größeren Neuausrichtungen nicht zurückschreckt. Die Aktie hat nach wie vor Potenzial bis 18,50 Euro und ist daher auf dem aktuellen Niveau nach wie vor ein Kauf.

Mit Material von dpa-AFX

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