E.on
- Jochen Kauper - Redakteur

E.on: Milliarden-Deal in Reichweite - was macht die Aktie?

Gerüchten zufolge will sich E.on aus dem italienischen Markt zurückziehen. Dabei soll E.on Italia verkauft werden. Das berichtet das Handelsblatt. Die Pläne seien noch in einem frühen Stadium. Die Entscheidung sei aber gefallen. Die Suche nach einem Käufer solle bald beginne. In Branchenkreisen werde der potenzielle Kaufpreis auf mehr als zwei Milliarden Euro geschätzt. E.on Italia gehöre mit einer Kapazität von 6,1 Gigawatt zu den fünf größten Stromerzeugern des Landes. Teyssens Vorgänger Wulf Bernotat war 2007 in Italien eingestiegen und hatte ehrgeizige Wachstumspläne.

Keine Bestätigung 
  Ein E.on-Sprecher sagte dem Handelsblatt, der Konzern prüfe "ständig strategische Optionen für sein Portfolio - und das schließt Italien ein". Konzernchef Johannes Teyssen muss den Strom- und Gasversorger derzeit wegen vieler neuer politischer Vorgaben und hausgemachter Probleme umbauen. Im Ausland setzt er dabei auf den Ausbau des Geschäfts in Brasilien und der Türkei. Dazu braucht er Geld und stellte daher viele Beteiligungen auf den Prüfstand.



Einschätzung bestätigt
Es bleibt dabei: Für die Energieriesen E.on und RWE ist die Energiewende eindeutig mehr Herausforderung als Chance. Zahlreiche Zusatzkosten und staatliche Eingriffe wie die Brennelementesteuer und das Erneuerbare Energien Gesetz machen den Versorgern aktuell das Leben schwer. In den aktuellen Kursen dürfte das aber vor allem bei E.on eingepreist sein. Das Papier bleibt auf dem aktuellen Niveau interessant.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Übernahmeziel E.on: Ist Innogy die bessere Wahl?

Immer mehr Experten erwarten, dass in der Versorgerbranche eine Konsolidierung ansteht. Die traditionellen Konzerne haben Probleme mit ihrem bisherigen Geschäftsmodell erfolgreich zu sein. Investoren wie der Hedgefonds Knight Vinke bei E.on fordern deshalb eine Zerschlagung. Vor allem das stabile … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

E.on: Das spricht für eine Übernahme

Die Versorgerbranche ist im Wandel. Seitdem E.on und RWE im vergangenen Jahr ihre Töchter Uniper und Innogy abgespalten haben, stehen die Zeichen auf Veränderung. Die Konsolidierung ist in vollem Gange. Als möglicher Übernahmekandidat wird dabei verstärkt E.on gehandelt. mehr