++ Verrückte Börsen – 150 Prozent Potenzial ++

Droht im September ein Börsenbeben?

Droht im September ein Börsenbeben?
Foto: Michela Lietti/Envato/KI-generiert
Tim Temp Heute, 08:22 Tim Temp
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Der September gilt als schwierigster Börsenmonat. Seit 1945 erzielte der S&P 500 im Schnitt ein Minus von 0,8 Prozent, nur in 42 Prozent der Fälle lag er im Plus. Doch historische Durchschnittswerte sind weder ein Börsenfahrplan noch eine Garantie für die Zukunft. Entscheidend ist, welche Aktien relative Stärke zeigen – und welche nicht. Die Daten geben wichtige Hinweise für Anleger.

Der September gilt an der Börse traditionell als schwieriger Monat. Eine Auswertung von FactSet und Edward Jones zeigt, dass der S&P 500 seit 1945 im September durchschnittlich 0,8 Prozent verloren hat. Damit ist der neunte Monat historisch der schwächste Zeitraum des Jahres. Auch die Wahrscheinlichkeit einer positiven Monatsbilanz fällt mit 42 Prozent geringer aus als in jedem anderen Monat.

Zum Vergleich: Im April und Dezember erzielte der S&P 500 im betrachteten Zeitraum im Schnitt jeweils ein Plus von 1,5 Prozent. Im Dezember schloss der Index zudem in 75 Prozent der Fälle positiv. Der September fällt dagegen sowohl bei der durchschnittlichen Rendite als auch bei der Trefferquote deutlich ab. Diese Zahlen erklären, warum Anleger dem Monatswechsel mit besonderer Aufmerksamkeit begegnen.

S&P 500 Auswertung
S&P 500 Auswertung

Grund zur Sorge?

Allerdings sind saisonale Statistiken keine Prognose für den konkreten Jahresverlauf. Sie zeigen lediglich, wie sich ein Index in der Vergangenheit im Durchschnitt entwickelt hat. Zudem können einzelne Jahre erheblich vom historischen Muster abweichen. Auch die vergangenen beiden September haben gezeigt, dass die saisonale Schwäche keineswegs zwangsläufig eintreten muss.

Entscheidend ist außerdem das Marktumfeld. Schwächere Phasen im September und Oktober traten in der Vergangenheit häufig dann auf, wenn die Börsen bereits unter Druck standen oder sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechterten.

Ein zusätzlicher Unsicherheitsfaktor ist das Wahljahr. 2026 stehen in den USA die Zwischenwahlen an. In solchen Jahren kann die politische Unsicherheit die saisonale Schwäche zeitweise verstärken. Historisch war dieser Effekt jedoch häufig begrenzt und verlor an Bedeutung, sobald die Unklarheiten rund um die Wahlen nachließen.

Gerade deshalb kommt es auf eine differenzierte Aktienauswahl an. Statt sich allein am Kalender zu orientieren, sollten Anleger darauf achten, welche Titel sich im Verhältnis zum Markt robust präsentieren und welche an Momentum verlieren. Eine datenbasierte Einordnung der relativen Stärke, wie sie im TSI-Premium zu finden ist, hilft dabei, den Blick auf die wirklich interessanten Aktien zu richten.

Die September-Statistik ist damit ein Warnhinweis, aber kein Börsenurteil. Saisonalität kann das Marktgeschehen beeinflussen – sie entscheidet jedoch nicht allein darüber, welche Aktien Chancen bieten. Entscheidend bleiben die fundamentale Lage, der Newsflow und die relative Stärke einzelner Titel im Gesamtbild. Das TSI-Premium-Depot zeigt transparent, wie es geht: Plus 48 Prozent seit Jahresbeginn.

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