Führungswechsel bei Apple: Nach 15 Jahren an der Spitze übergibt Tim Cook den CEO-Posten an John Ternus. Der langjährige Hardware-Chef übernimmt damit heute die Führung des iPhone-Konzerns. Für den neuen Apple-Boss kommt der Wechsel allerdings zu einem anspruchsvollen Zeitpunkt.
- John Ternus übernimmt heute das Ruder bei Apple und folgt auf Tim Cook.
- Der KI-Boom und steigende Speicherpreise stellen den Konzern vor neue Herausforderungen.
- Mit dem iPhone-Launch am 9. September steht Ternus bereits vor seinem ersten großen Auftritt.
John Ternus ist ab heute der neue Chef von Apple. Der 51-Jährige übernimmt den CEO-Posten von Tim Cook, der das Unternehmen seit 2011 geführt hat. Cook zieht sich allerdings nicht vollständig zurück: Er wird künftig als Executive Chairman im Unternehmen bleiben. Der Wechsel war langfristig vorbereitet und vom Apple-Verwaltungsrat einstimmig beschlossen worden.
Für Ternus ist es dennoch ein Sprung ins kalte Wasser. Als bisheriger Hardware-Chef kennt er die Produktwelt von Apple bestens. Nun trägt er die Verantwortung für den gesamten Konzern – von iPhone und Mac über die Services bis hin zu Finanzen und Strategie.
Große Fußstapfen
Tim Cook hat Apple in den vergangenen 15 Jahren zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht und Apple-Aktionären einen enormen Wertzuwachs beschert. Unter seiner Führung entstanden unter anderem die Apple Watch und die AirPods. Gleichzeitig blieb die ganz große neue Produktkategorie zuletzt aus. Die Vision Pro konnte die hohen Erwartungen bislang nicht erfüllen.
Genau hier liegt eine der wichtigsten Aufgaben für Ternus. Apple muss neue Wachstumsfelder erschließen und gleichzeitig seine starke Position im Kerngeschäft verteidigen.
Dabei dürfte Ternus' technischer Hintergrund hilfreich sein. Der Manager arbeitet seit rund 25 Jahren bei Apple und war zuletzt für die Hardware-Entwicklung verantwortlich. Apple bescheinigt ihm unter anderem wichtige Beiträge bei Materialinnovationen, Produktdesign und Reparierbarkeit.
KI bleibt die große Baustelle
Die wohl größere Herausforderung liegt allerdings nicht nur bei der Hardware. Apple hinkt beim Thema Künstliche Intelligenz vielen Konkurrenten hinterher. Während Google, Meta und andere Konzerne Milliarden in KI-Infrastruktur und neue Anwendungen investieren, muss Apple seine eigene KI-Strategie noch überzeugender auf die Geräte bringen.
Für Ternus bedeutet das: Er muss Apple technologisch weiterentwickeln, ohne das Erfolgsrezept des Konzerns über Bord zu werfen. Genau diese Balance dürfte in den kommenden Jahren entscheidend werden.
Der Führungswechsel bei Apple ist gut durchdacht und langfristig geplant. DER AKTIONÄR rechnet daher nicht mit größeren Startschwierigkeiten und wünscht dem neuen Apple-CEO viel Erfolg. Einen Grund zur Sorge bietet der Führungswechsel nicht. Die Apple-Aktie bleibt ein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple.
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