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Die Geister(bus)-fahrer

Die Geister(bus)-fahrer
Bernd Förtsch 05.02.2026, 08:07 Bernd Förtsch

Kann ein Streik die Zukunft der Mobilität in Deutschland beschleunigen? Denken Gewerkschafts­funktionäre nach, bevor sie zu Streiks aufrufen? Und wer soll das noch verstehen? Meine Gedanken zu einem unschönen Montag für deutsche Steuerzahler.

Montag. Wochenanfang. Millionen Menschen stehen auf. Das Wochenende ist vorbei. Badezimmer, Frühstückstisch, Garderobe. Dann auf den Weg machen – für die Kleineren in Richtung Kindergarten oder Schule, für die Größeren in Richtung Arbeitsplatz. Jede Woche das Gleiche – sollte man meinen.

Nicht so am 2. Februar. Ein Montag. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen war, der schaute oft in die sprichwörtliche Röhre. Die Gewerkschaft Verdi hatte zum Streik aufgerufen. Busse und Bahnen standen vielerorts still. Wieder mal ...

Der Grund? Eine gute Frage! Tarifverhandlungen hatten gerade erst begonnen. Natürlich mit sehr sportlichen Forderungen seitens der Damen und Herren Funktionäre: plus zwölf Prozent bei weniger Arbeitszeit und noch ein paar Zuckerl links und rechts des Weges ... In Bayern forderte man sogar pauschal und präzise 668,75 Euro.

Die Auswirkungen? Chaos in Tausenden von Familien. Die Leidtragenden? Arbeitnehmer (also Steuerzahler) und Schüler (künftige Steuerzahler). Letztere konnten übrigens am Morgen im Radio hören, dass sie sich eine Entschuldigung besorgen müssen, wenn sie dem Unterricht fernbleiben. Wenigstens hier kann man sich in Deutschland auf die Bürokratie verlassen.

Nichts ging mehr! Wer sich letzten Montag auf die öffentlichen Verkehrsmittel ver­lassen musste, der hatte ein Problem. Ohne Not. Bei Minusgraden.

„Entschuldigung“ ist ein gutes Stichwort: Entschuldigung? Was soll dieser Unfug? Ich habe für jeden Arbeitnehmer Verständnis, der für gute Arbeit gutes Geld erwartet. Aber bei dieser Wetterlage im Land die Leute mit ungewissem Ausgang in die Kälte schicken? Angesichts dieser wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Wertschöpfung im Land torpedieren? Ohne Not? Früher stand ein Streik (vielleicht) am Ende einer (in dem Fall erfolglosen) Verhandlung. Aber einfach mal so? Als Warnung?

Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland zurück – über drei Millionen Menschen hatten im Januar keinen Job! Das Problem: Wir laufen in eine brandgefährliche Mischung aus strukturellem Wandel, Disruption, schwindender Wettbewerbsfähigkeit und auf Ansage drastisch gesunkener Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Der einzige Arbeitgeber, der zuletzt noch Leute eingestellt hat – das war der Staat. Was gut klingt, ist nicht gut. Mehr Staat, weniger Wirtschaft, das hat auf der Welt noch kein Problem gelöst! Der Staat muss bezahlt werden – vom Steuerzahler! Nehmen wir die Genossin Nahles und die 100.000 Beschäftigten im Arbeitsamt. Was genau tun die? Menschen in Arbeit bringen? Sieht offen gestanden nicht danach aus! Auf jeden Fall tun sie nichts für die Produktivität im Land! Und die Genossin Bas? Die Dame tut ihren Teil, damit Unternehmer sich in Deutschland nicht mehr wohlfühlen! Und Verdi? Macht sich überflüssig! Schafft sich ab! Jeder Verantwortliche für den ÖPNV, der sich in dieser Woche nicht mit großem Interesse über die aktuellen Fortschritte in Sachen autonomes Fahren informiert hat, ist sein Geld nicht wert!

Wir fassen zusammen. Die Menschen, die in diesem Land noch arbeiten, Steuern zahlen und den Staat am Laufen halten, denen machen Politiker und nun auch Verdi das Leben schwer. Diejenigen, die beim Staat arbeiten, werden immer zahlreicher. Und diejenigen, die am Montagmorgen in die Schule mussten, denen wurde der Wochenauftakt einmal so richtig schön vermiest. Man könnte meinen, es sei Fasching. In dem Fall wäre in gut zwei Wochen alles vorbei. Das schauen wir uns an. Helau!

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