Künstliche Intelligenz: Alphabet gibt jetzt richtig Gas

Künstliche Intelligenz: Alphabet gibt jetzt richtig Gas
Foto: IStock
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Thorsten Küfner Heute, 06:42 Thorsten Küfner

Der KI-Hype an den Weltbörsen hat in den vergangenen Monaten zweifellos etwas Schwung verloren. Nichtsdestotrotz ist und bleibt die Künstliche Intelligenz ein Mega-Trend, der die Welt verändern wird. Dies hat auch Alphabet erkannt und investiert daher in den kommenden Jahren noch aggressiver in Forschung und Entwicklung. 

Demnach stellte Alphabet allein für 2026 Ausgaben von 175 bis 185 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Ein Großteil der Mittel dürfte in den Ausbau von KI-Rechenzentren fließen. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr investierte Alphabet rund 91 Milliarden Dollar. Google tritt im KI-Wettbewerb unter anderem gegen OpenAI, den Entwickler von ChatGPT, sowie gegen Meta an. Als zentrale Antwort setzt der Konzern auf seine KI-Software Gemini. Allein die Gemini-App erreichte zuletzt rund 750 Millionen monatliche Nutzer. Darüber hinaus ist die Technologie tief in Googles Suchmaschine integriert.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt Gemini zuletzt durch Apple. Der iPhone-Konzern entschied sich für die KI-Modelle von Google als Grundlage für eine verbesserte Version seiner Sprachassistentin Siri. Alphabet- und Google-Chef Sundar Pichai erklärte in einer Telefonkonferenz mit Analysten zudem, dass Apple Google als bevorzugten Cloud-Anbieter ausgewählt habe. Mit den neuen Ausgabenplänen lässt Alphabet auch Konkurrent Meta hinter sich. Der Facebook-Konzern hatte seine Investitionen für dieses Jahr zuletzt auf 115 bis 135 Milliarden Dollar beziffert.

Gleichzeitig äußerte Pichai Sorgen, dass selbst diese enormen Investitionen möglicherweise nicht ausreichen könnten, um mit dem rasanten Tempo der Entwicklung Schritt zu halten. Auf die Frage, was ihn nachts wachhalte, nannte er vor allem die verfügbare Rechenkapazität. Engpässe gebe es unter anderem bei Energie, geeigneten Standorten und Bauteilen. Besonders gefragt seien derzeit Speicherchips für KI-Rechenzentren, die einen erheblichen Teil der weltweiten Produktionskapazitäten binden und die Preise in die Höhe treiben.

Die Investitionsankündigung sorgte an den Börsen für Bewegung. Aktien von Chipherstellern, bei denen ein großer Teil der Ausgaben landen dürfte, legten zu. Die Papiere des KI-Champion Nvidia stiegen im nachbörslichen Handel zeitweise um fast zwei Prozent. Auch andere Chiphersteller und diverse Firmen, die mit dem Thema Künstliche Intelligenz in Verbindung stehen, dürften von Alphabets Plänen profitieren. 

Global AI Index (WKN: SLA2RE)

Mit dem Global AI Index kann man breit aufgestellt vom Siegeszug der Künstlichen Intelligenz profitieren. Die aktuellen Schwergewichte sind Nvidia, Intel, Alphabet oder auch Meta (mehr Informationen zum Index erhalten Sie hier). Die im Global AI Index vertretenen Konzerne sind allesamt sehr breit aufgestellt und verfügen in mindestens einem anderen Segment über ein lukratives Standbein. Daher bietet sich das Indexzertifikat mit der WKN DA0AAX weiterhin zur Depotbeimischung an. 

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Alphabet, Nvidia, Meta.

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