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25.04.2017 Fabian Strebin

Deutsche Bank: Die Stunde der Wahrheit

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Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr wohl die größten Rechtsrisiken beseitigt, die auf dem Kurs gelastet haben. Seit der jüngsten Kapitalerhöhung sind zudem die Diskussionen um die Eigenkapitalbasis beendet. Bei Vorlage der Quartalszahlen am kommenden Donnerstag, 27. April, geht es deshalb endlich wieder um das Kerngeschäft. Hier hat der Vorstand schon hohe Erwartungen geweckt.

Einen ersten Hinweis auf die Geschäftsentwicklung in den ersten Monaten des Jahres 2017 gab die Deutsche Bank bereits in ihrem Wertpapierprospekt zur Kapitalerhöhung Ende März. Dort schrieb der Konzern: Im Januar und Februar habe man Erträge erzielt, die in vielen Segmenten über den Werten des Vorjahres gelegen hätten. Aufgrund der starken Entwicklung im März vorherigen Jahres habe der Trend im März diesen Jahres aber nicht angehalten.

Investmentbanking muss liefern

Aus Sicht vieler Anlege muss der Konzern vor allem im wichtigen Investmentbanking endlich wieder wachsen. Ingo Speich, Fondsmanager beim Großaktionär Union Investment, sagt im Interview mit dem Handelsblatt: „ Wir werden die Deutsche Bank in den nächsten Quartalen daran messen, inwieweit sie im Investmentbanking Marktanteile zurückgewinnt“.

Dabei wir auch Anleihehandel Beachtung finden. Die Deutsche Bank war hier immer stark. Auch die Vorgaben der Konkurrenz aus den USA machen Mut. Mit Ausnahme von Goldman Sachs steigerten die US-Banken ihre Erträge im Anleihehandel um bis zu 25 Prozent im abgelaufenen Quartal. Hier lohnt ebenfalls ein Blick in den Wertpapierprospekt, der zur Kapitalerhöhung veröffentlicht wurde: Dort liest man, das Ertragsplus in den ersten beiden Monaten des Jahres 2017 habe in diesem Segment bei mehr als 30 Prozent gelegen. Der März sei ebenfalls besser verlaufen als der Vorjahresmonat.

Einsteigen

Die Erwartungen für die Quartalszahlen der Deutschen Bank sind hoch; allerdings hat der Vorstand durch Angaben zur Geschäftsentwicklung dazu beigetragen. Die Chancen stehen also gut, dass die Deutsche Bank wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist, zumal die Abwärtsrisiken eingedämmt sind. DER AKTIONÄR empfiehlt die Aktie daher zum Kauf mit einem Kursziel von 22,00 Euro. Anleger sollten bei 11,50 Euro einen Stopp setzen.

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