Die Bodenbildung bei der Deutschen Bank setzt sich heute fort. Damit nähert sich der Kurs erneut der 100-Tage-Linie bei 31,47 Euro von unten. Eine positive Meldung, die die Arbeit des Vorstands der vergangenen Jahre bestätigt, sorgt jedoch nicht für grüne Vorzeichen an der Börse.
Die Ratingagentur Moody’s hat das Rating der Deutschen Bank mit A1 bestätigt. Der Ausblick für die langfristigen Einlagenratings wurde von stabil auf positiv angehoben. Die vorrangigen unbesicherten Verbindlichkeiten sowie die langfristigen Emittentenratings des Finanzinstituts bleiben stabil.
Moody’s geht für die kommenden zwei bis drei Jahre davon aus, dass die Deutsche Bank eine vorsichtige und gut kontrollierte Risikobereitschaft beibehält. Die Kreditverluste über den Zyklus hinweg dürften auf rund 30 Basispunkte der Bruttokredite begrenzt sein.
Das Urteil von Moody’s bestätigt den erfolgreichen Sanierungskurs von CEO Christian Sewing und seinem Team in den vergangenen Jahren. Auch höhere Ausschüttungen bei Dividenden und Aktienrückkäufen stehen dem nicht entgegen. Anders als noch vor einigen Jahren ist die Kapitalbasis des Geldhauses kein Grund zur Sorge mehr; eine Kapitalerhöhung ist seit Längerem kein Thema.
Aus charttechnischer Sicht notiert der Kurs weiterhin unter wichtigen gleitenden Durchschnitten. Als Nächstes rückt die 100-Tage-Linie bei 31,42 Euro in den Fokus. Danach könnte der GD50 bei 32,40 Euro ins Visier genommen werden. Wichtig war in den vergangenen Tagen, dass zumindest der GD200 bei 29,38 Euro verteidigt wurde.
Die Aktie zeigt Erholungstendenzen, die Performance im Jahr 2026 ist bislang jedoch enttäuschend. Allerdings sprechen eine attraktive Bewertung, ein gut laufendes operatives Geschäft und eine steigende Dividende für einen positiven weiteren Jahresverlauf. Investierte Anleger bleiben an Bord.
Heute, 10:58