Aktionäre der Deutschen Bank kamen 2026 bisher nicht auf ihre Kosten. Die Papiere gehören bis jetzt zu den schwächsten im europäischen Sektor. Die Chartsituation hat sich in den vergangenen Tagen zudem deutlich zugespitzt. Fundamental ist die Entwicklung jedoch nicht zu erklären.
Der europäische Bankensektor hatte 2026 eigentlich einen guten Start nach dem Ausnahmejahr 2025. Allerdings haben Sorgen um die Tragfähigkeit der Geschäftsmodelle durch das Aufkommen fortgeschrittener KI-Modelle auch Finanzinstitute in den vergangenen Tagen an der Börse gehörig durchgeschüttelt.
Der Branchenindex Euro Stoxx Banks kommt für das laufende Jahr nunmehr nur noch auf eine magere Performance von 0,7 Prozent. Natürlich gibt es trotz allem im Sektor Überflieger wie die französische BNP Paribas. Deren Aktien machten bis jetzt 2026 mehr als zwölf Prozent Plus. Bei der Deutschen Bank sieht es hingegen düster aus.
Mit einem Minus von rund zehn Prozent rangieren die Papiere auf dem vorletzten Platz im Branchenindex. Die rote Laterne trägt aktuell mit Verlusten von fast 14 Prozent die FinecoBank aus Italien. Gerade in den letzten Tagen rutschte bei der Deutschen Bank eine Unterstützung nach der anderen. Nachdem der GD50 bei 32,41 Euro und der GD100 bei 31,42 Euro nun passé sind, steht die Aktie an der 200-Tage-Linie.
Diese verläuft bei 29,64 Euro und markiert nun eine wichtige Unterstützung. Fundamental lässt sich die negative Kursentwicklung nicht erklären, denn die Aktie gehört zu den günstigsten Branchentiteln mit einem KGV von 9. Die Peergroup wird 2026 bei dem Elffachen der Gewinne gesehen. Was die Profitabilität bei dem Konzern angeht, ist der Abschlag nicht mehr gerechtfertigt.
Eine günstige Bewertung und operativ gut laufende Geschäfte nützen aktuell wenig. Die Aktie ist in einer verfahrenen charttechnischen Situation an der 200-Tage-Linie, der Stopp des AKTIONÄR bei 27,00 Euro kommt zudem immer näher. Ein Neueinstieg ist daher kein Thema.
Heute, 09:02