Der Prothesenhersteller Ottobock hat am Dienstag die Zahlen für das vergangene Jahr respektive vierte Quartal 2025 vorgelegt. Diese sind ordentlich ausgefallen. Und auch der Ausblick auf 2026 macht Lust auf mehr. Dennoch dreht der SDAX-Wert, der erst im vergangenen Jahr an die Börse gegangen ist, nach Kursgewinnen von zeitweise rund fünf Prozent klar ins Minus.
Im vergangenen Jahr steigerte Ottobock den Umsatz um 4,7 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro (Plus im Kerngeschäft: 11,7 Prozent). Besonders stark entwickelte sich das bereinigte EBITDA im Kernbusiness mit einem Plus von knapp 30 Prozent auf gut 415 Millionen Euro. Die zugrundeliegende Marge stieg um 3,6 Prozentpunkte auf ordentliche 26 Prozent.
Ottobock-CEO Oliver Jakobi und sein Team erwarten weiteres Wachstum für 2026: Im Kerngeschäft soll der Umsatz um fünf bis acht Prozent zulegen. Und auch bei der bereinigten EBITDA-Marge peilt der Prothesenhersteller mit einer Zielvorgabe von mindestens 26,5 Prozent weitere Zuwächse an.
Darüber hinaus bekräftigte der Börsen-Newcomer aus dem Jahr 2025 die gesteckten mittelfristigen Ziele. Diese sehen mit Blick auf 2029 ein organisches Wachstum von sieben bis neun Prozent und einer weiteren Verbesserung der bereinigten EBITDA-Marge im Kerngeschäft von 29 bis 30 Prozent vor.
Trotz der guten Zahlen sowie der bestätigten Ziele rutscht die Ottobock-Aktie nach anfänglichen Kursgewinnen deutlich ins Minus und testet damit die jüngst markierten Rekordtiefs wieder an. Im vergangenen Herbst wurde der Platzierungspreis noch auf 66 Euro festgelegt.
Gute Zahlen von Ottobock, doch der Markt scheint sich mehr vom Prothesenhersteller erwartet zu haben. Anleger setzen sich den spannenden Titel auf die Watchlist, sollten allerdings vor einem Einstieg klare Trendwende-Signale im Chart abwarten.
Heute, 09:22