Nach dem großen Abverkauf am Freitag gibt es heute eine Erholung bei europäischen Bankaktien. In Deutschland tritt der DAX wenig verwunderlich auf der Stelle, denn am Rosenmontag wird traditionell weniger gehandelt. Für die Deutsche Bank ist das Signal trotz allem wichtig.
Am Freitag machten Sorgen an der Börse die Runde, dass neue Modelle der Künstlichen Intelligenz auch Geldhäusern stärker zusetzen könnten und ihre Geschäftsmodelle bedrohen. In Summe ist das aber unwahrscheinlich, auch wenn der Wettbewerb gerade in margenschwachen Teilbereichen wie der Vermögensverwaltung zunehmen dürfte.
Die strikte Regulierung der Branche macht es Angreifern naturgemäß schwer, den großen Playern Marktanteile abzujagen. Nachdem der Euro Stoxx Banks am Freitag über drei Prozent einbüßte, findet heute im eher schwachen Handel nichtsdestotrotz ein Rebound mit einem Plus von 1,9 Prozent statt.
Im DAX, der mit 0,1 Prozent Plus fast stagniert, liegen Deutsche Bank und Commerzbank auf dem zweiten und dritten Platz nach Heidelberg Materials. Zumindest ein Teil der Einbußen vom Freitag kann damit im Intradayhandel am späten Vormittag wieder wettgemacht werden.
Die Deutsche-Bank-Aktie hat damit die psychologisch wichtige Marke von 30,00 Euro zurückerobert und ist vor der 200-Tage-Linie bei 29,27 Euro wieder nach oben gedreht. Das Volumen ist wie erwähnt heute aber unterdurchschnittlich. Erst im Wochenverlauf wird sich somit zeigen, ob es tatsächlich einen Rebound bei den Papieren gibt.
Angetrieben von der Gesamtmarktentwicklung und Sorgen vor neuen KI-Modellen haben sich Anleger zuletzt vermehrt von der Deutsche-Bank-Aktie getrennt. Fundamental hat sich nach den Rekordzahlen von Ende Januar jedoch nichts geändert. Die Bewertung ist nach wie vor im Branchenvergleich günstig und die Ausschüttungen sollten sukzessive anziehen. Investierte Anleger bleiben daher an Bord.
Heute, 11:47