Gewinn-Maximierer werden >> 800%-Strategie
Foto: Deutsche Bank
12.09.2019 Nikolas Kessler

Deutsche Bank, Commerzbank & Co: Die Reaktion auf die EZB-Entscheidung

-%
Deutsche Bank

Die Europäische Zentralbank (EZB) verschärft ihre ultralockere Geldpolitik erneut. Am Donnerstag hat der scheidende EZB-Präsident Mario Draghi die Strafzinsen für Banken erhöht und weitere Anleihekäufe angekündigt. Wie reagieren die Papiere von Commerzbank und Deutscher Bank?

Wenn Banken Geld bei der EZB parken, müssen sie dafür künftig noch tiefer in die Tasche greifen: Der EZB-Rat hat den Strafzins für Bankeinlagen am Donnerstag von 0,4 auf 0,5 Prozent erhöht. Mit dem Strafzins wollen die Währungshüter die Institute dazu bringen, mehr Gelder in Form von Krediten an Unternehmen und Verbraucher auszureichen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Das soll auch den Preisauftrieb verstärken.

Für die Finanzbranche im Euroraum bedeutet das jedoch eine Milliardenbelastung – erst in der Vorwoche hatte etwa Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing die EZB für ihre lockere Geldpolitik kritisiert und alleine für sein Institut Belastungen im hohen dreistelligen Millionenbereich vorgerechnet (DER AKTIONÄR berichtete).

Die EZB kommt den Banken aber auch ein Stück entgegen: Ein Staffelzins für bestimmte Freibeträge soll künftig für etwas Entlastung sorgen. Zudem erwägen immer mehr Institute, die Kosten für die EZB-Strafzinsen künftig an einen größeren Kundenkreis weiterzugeben.

Neben höheren Strafzinsen hat die Zentralbank die Wiederaufnahme der Anleihekäufe angekündigt, um Konjunktur und Inflation in der Eurozone zusätzlich auf die Sprünge zu helfen. Alle weiteren Beschlüsse der EZB vom heutigen Donnerstag können Sie hier nachlesen.

Deutsche Bank (WKN: 514000)

Buy the rumor, sell the fact

Die Hoffnung auf die Einführung von Staffelzinsen hatte den Bank-Aktien in den vergangenen Tagen bereits Rückenwind verliehen. Nach deren Bestätigung durch EZB-Präsident Mario Draghi konnten die Papiere von Deutscher Bank und Commerzbank ihre Tagesgewinne kurzfristig auf rund drei Prozent ausbauen. Anschließend sind sie jedoch deutlich ins Minus gerutscht.

Nach den jüngsten Kursgewinnen nehmen einige Trader nun offenbar Gewinne mit. Langfristig orientierten Anlegern hatte DER AKTIONÄR ohnehin vom Kauf der Aktien abgeraten. Diese Empfehlung gilt weiterhin.

Mit Material von dpa-AFX.

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Deutsche Bank - €
Commerzbank - €

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Die Geschichte der Spekulationsblasen

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6

Die 800% Strategie – 26.000 Euro seit Jahresstart! So geht Gewinn-Maximierung. Jetzt einsteigen