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24.11.2021 Jan Paul Fóri

DAX: Wichtige Marke zurückerobert – Koalitionsvertrag liefert positive Impulse

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Der am Nachmittag vorgelegte Koalitionsvertrag der künftigen Ampel-Regierung in Deutschland aus SPD, Grüne und FDP hat dem deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte frische Impulse gegeben. Zwar ging der DAX mit einem Minus aus dem Handel, dennoch eroberte der deutsche Leitindex dabei eine wichtige Marke zurück.

"Auch wenn der ganz große Wurf nicht erreicht wurde, ist der Koalitionsvertrag positiv für die deutsche Wirtschaft und die Kapitalmärkte", schrieben die Kapitalmarktexperten vom Vermögensverwalter Fidelity International. Es sei ein gutes Zeichen, dass es relativ zügig Ergebnisse gegeben habe. Dies sei im globalen Kontext elementar. Wenn die Koalitionsverhandlungen in dieser Hinsicht ein Vorbote für die Zukunft seien, stimme das optimistisch.

DAX (WKN: 846900)

Der DAX hat am Mittwoch im späten Handel einen Teil seiner Verluste aufgeholt. Damit ähnelte der Kursverlauf dem der Aktienindizes in New York, die einmal mehr als Taktgeber fungierten. Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex noch rund 0,4 Prozent tiefer bei 15.878 Punkten. Damit hat das Börsenbarometer die wichtige 15.800-Punkte-Marke zurückerobert. Die Jahresendrally könnte sich damit doch noch fortsetzen. Eine nochmals eingetrübte Stimmung in der deutschen Wirtschaft und die Corona- und Inflationssorgen hatten den DAX zuvor deutlich unter Druck gesetzt und bis auf knapp 15.741 Zähler gedrückt.

Unter den Einzelwerten standen erneut die Papiere des DAX-Konzerns Bayer im Fokus:  Nachdem die Papiere am Dienstag ihre Abwärtsserie kurzzeitig unterbrochen hatten und die Hoffnung auf einen Rebound kurz gestiegen war, ging es für die Bayer-Aktie am Mittwoch letztlich erneut abwärts.

Abwärts ging es auch für die Aktien von Drägerwerk, weil der Medizin- und Sicherheitstechnik-Anbieter nach dem Sonderboom in der Corona-Pandemie verhalten in die Zukunft blickt. Laut dem Warburg-Experten Eggert Kuls ist der Margenausblick eine herbe Enttäuschung. Auch kursmäßig scheint der Corona-Boom verflogen: Unter 60 Euro rutschte der Kurs auf den tiefsten Stand seit der Frühphase der Pandemie im März 2020.

Im besonders schwachen MDax waren jedoch die Aktien von Aixtron noch auffälliger. Hier wurde am Markt angesichts des jüngsten Falls unter die 200-Tage-Durchschnittslinie auf das deutlich getrübte Chartbild verwiesen. Berenberg-Analystin Charlotte Friedrichs kappte außerdem ihre Ergebnisprognosen, weil sie kurzfristig mit nachlassendem Auftragsschwung rechnet. Sie sieht beim Kurs aber deutlich Luft nach oben.

Mit Material von dpa-AFX.

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