Der große DAX-Check – 40 Aktien, 40 Tipps mit Biss
Foto: Commerzbank
20.01.2022 Fabian Strebin

Commerzbank besser als der Markt: Plus 14 Prozent seit Jahresbeginn – so geht es weiter

-%
Commerzbank

Für die Aktien der Commerzbank läuft es derzeit einfach. Die Zinswende in den USA wirft ihren Schatten voraus und die Anleiherenditen in der Eurozone steigen seit Monaten. Die Stimmung bei den Experten dreht unterdessen weiter ins Positive, wovon ein neuer Analystenkommentar zeugt.

Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hat die Aktien der Commerzbank von "Neutral" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 7,10 auf 9,00 Euro angehoben. Analyst Nick Davey verwies in einer am Donnerstag vorliegenden Studie zu europäischen Banken darauf, dass 2022 die Zinserwartungen rasch steigen dürften. Die Gewinnerwartungen des Marktes könnten daher zu niedrig sein. Zudem rechnet er mit weiteren Ergebnistreibern in diesem Jahr.

Anleiherendite spricht für steigende Kurse

In der Tat könnte der europäische Bankensektor mit steigenden Anleiherendite und der Fantasie einer Zinswende in der Eurozone auch 2022 outperformen. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg gestern erstmals seit 2019 wieder über die Nulllinie – die Commerzbank-Aktie weist historisch eine positive Korrelation zu der Benchmark-Anleihe auf. Daher sollte der Aktienkurs tendenziell weiter stiegen.

Glänzender Start 2022

Bisher liegt der europäische Bankensektor 2022 im Vergleich zum Euro-Stoxx vorne. Die Commerzbank setzt sich mit etwa 14 Prozent Performance seit dem Jahreswechsel davon zusätzlich nach oben ab. Zahlen zum vierten Quartal gibt es erst am 17. Februar. Bis dahin warten Aktionäre gespannt auf den Ausblick auf 2022 und insbesondere die Prognosen zum Zinsgeschäft.

Commerzbank (WKN: CBK100)

Es bleibt dabei: Wer die Zinswende spielen will, der sollte zu den Papieren der Commerzbank greifen. Positive News zum Fortschritt des Umbaus könnten den Kurs außerdem antreiben.

Investierte beachten den auf 5,80 Euro nachgezogenen Stopp. Mutige springen noch auf und steigen ein.

Mit Material von dpa-AFX.

Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Commerzbank.

Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im AKTIONÄR Depot und im Hebel-Depot 2022 von DER AKTIONÄR

Behandelte Werte

Name Wert Veränderung
Heute in %
Commerzbank - €

Buchtipp: Stock-Picking mit Nebenwerten

Jeder Anleger kennt die Werte aus den großen Indizes. Außerhalb von DAX, MDAX und TecDAX nimmt die Coverage jedoch drastisch ab. Schon im SDAX werden nicht alle Titel regel­mäßig analysiert und wenn, dann nur von wenigen Experten. In ihrem zeitlosen, nun unverändert neu aufgelegten Klassiker „Stock-Picking mit Nebenwerten“ zeigt die im September 2020 verstorbene Börsenexpertin Beate Sander, wie Anleger erfolgreich auf die Suche nach interessanten Nebenwerten gehen können. Die Small-Cap-Indizes einfach durch Zertifikate nachzubilden dürfte angesichts der vergangenen Kurssteiger­ungen nicht mehr lohnend sein. Die gezielte Auswahl aussichtsreicher und unterbewerteter Papiere wird aber lukrativ bleiben. Dafür liefert Beate Sander gewohnt eloquent und kompetent das nötige Rüstzeug.
Stock-Picking mit Nebenwerten

Autoren: Sander, Beate
Seitenanzahl: 304
Erscheinungstermin: 15.07.2021
Format: Softcover
ISBN: 978-3-86470-785-8