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27.06.2019 Nikolas Kessler

Chart-Check Commerzbank: Auf diese Marken kommt es jetzt an

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Commerzbank

Nach der Talfahrt der vergangenen Wochen arbeitet die Aktie der Commerzbank an einer Stabilisierung. Mit einem Plus von rund einem Prozent kann sich der Kurs am Donnerstagnachmittag zunächst weiter von der charttechnisch kritischen 6-Euro-Marke absetzen. Für eine spürbare Erholung wäre jedoch deutlich mehr nötig.

Der Jahresauftakt der Commerzbank-Aktie war durchaus vielversprechend: Nachdem sie kurz vor dem Jahreswechsel bei 5,50 Euro ein neues Mehrjahrestief markiert hatte, ging es bis Ende April um satte 50 Prozent auf 8,26 Euro nach oben. Fundamentale Unterstützung lieferten dabei die Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank sowie Gerüchte über ein Übernahmeinteresse seitens ausländischer Rivalen wie ING oder Unicredit.

Trading-Wette ausgestoppt

Beide Optionen sind zumindest mittelfristig vom Tisch, was auch die CoBa-Aktie auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Im Zuge eines knapp 30-prozentigen Rücksetzers wurden im Mai sowohl der kurzfristige Aufwärtstrend und die 200-Tage-Linie als auch die horizontalen Unterstützungen im Bereich von 7,00 und 6,50 Euro gerissen.  

Die Unterstützung im Bereich von 6,10 Euro konnte den Absturz zwar bremsen, kurzfristige Dips unter die Marke von 6,00 Euro aber nicht gänzlich verhindern. Mit Blick auf einen drohenden Rückfall in Richtung des Mehrjahrestiefs hatte DER AKTIONÄR in diesem Bereich einen Stoppkurs für die Trading-Empfehlung von Anfang März platziert.

Aktie beobachten!

Trotz einer zwischenzeitlichen Erholung in den vergangenen Tagen liegt der Fokus auf der Unterseite zunächst weiterhin auf dem Dezember-Tief. Für eine erneute Aufhellung im Chart müsste die Commerzbank-Aktie wieder die Marken von 6,50 und 7,00 Euro zurückerobern. 

Anschließend würde die 200-Tage-Linie bei aktuell 7,35 Euro in den Fokus rücken. Die dafür nötigen fundamentalen Impulse sind kurzfristig jedoch Mangelware – erst im Herbst will Commerzbank-Chef Martin Zielke ein Strategie-Update präsentieren. DER AKTIONÄR rät zunächst zum Abwarten.

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