14.08.2018 DER AKTIONÄR

Cancom-Aktie: Keine Erholung trotz starker Halbjahreszahlen

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Trendthema

Im laufenden Jahr konnte die Cancom-Aktie die Aufwärtsbewegung fortsetzten und kletterte Anfang Mai auf ein Rekordhoch von rund 52,60 Euro. Seitdem lief es wenig erfolgreich: in einem Zug rutschte die Aktie zeitweise runter auf knapp 40 Euro. Da kamen die klasse Halbjahreszahlen zur rechten Zeit. Doch die Analysten bleiben skeptisch.

Umsatzwachstum gesteigert, Prognose 2018 bestätigt

Der IT-Konzern steigerte den Umsatz im ersten Halbjahr um 13,5 Prozent auf 608,5 Millionen Euro und das bereinigte EBITDA legte um fast 26 Prozent zu. Der Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr wurde bestätigt. Dem Unternehmen zufolge sind die starken Zahlen zum einen „der guten Kundennachfrage über die gesamte Breite des Produkt- und Service Portfolios hinweg“ zu verdanken. Zum anderen erwies sich die offensive Akquisitionsstrategie der Gruppe als gewinnbringend.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage hatte die Übernahme der britischen Firma Ocean Intelligent Communication. Der Kauf trägt zur Transformation der Cancom Gruppe in Richtung margenstarker internationaler Cloud- und Managed-Services-Aktivitäten bei. In diesem Bereich konnten die Münchner den Umsatz um mehr als 35 Prozent steigern. Somit waren die Gewinne im Bereich Cloud-Lösungen zum ersten Mal höher als bei den IT-Lösungen.

Kehrtwende nicht sicher

Die gestrige Erholung der Cancom-Aktie nach den Zahlen wurde gleich wieder unterbrochen: Das Papier verliert heute wieder an Boden und hat die 200-Tage-Linie bei 41,25 Euro deutlich unterschritten. Ein möglicher Grund dafür ist die Unzufriedenheit der Analysten. Trotz den robusten Halbjahreszahlen konnten die Ergebnisse im zweiten Quartal die Erwartungen nicht erfüllen. Die Baader Bank stuft die Aktie mit „Verkaufen“ und einem Kursziel von 39,50 Euro ein. Eine Trendumkehr muss noch abgewartet werden.