BASF treibt die Vorbereitungen für den möglichen Börsengang seines Agricultural-Solutions-Geschäfts voran. Dafür hat der Chemiekonzern nun vier internationale Investmentbanken als globale Koordinatoren mandatiert. Die Börsenpläne sollen bis Mitte 2027 zur Börsenreife führen.
- Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan koordinieren die IPO-Vorbereitungen.
- Agricultural Solutions erzielte 2025 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro.
- BASF will das Geschäft voraussichtlich als SE in Frankfurt listen.
Mit Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan stehen die globalen Koordinatoren für die Vorbereitung des geplanten Börsengangs fest. BASF will Agricultural Solutions als eigenständige Societas Europaea (SE) an der Frankfurter Wertpapierbörse notieren. Eine endgültige Entscheidung über den IPO und dessen Zeitpunkt gibt es allerdings noch nicht. Ausschlaggebend werden unter anderem die Bedingungen an den Kapitalmärkten sein.
Die Vorbereitungen für die Abspaltung laufen derweil weiter. Nach Angaben von BASF wurden inzwischen rund 80 Prozent des weltweiten Agricultural-Solutions-Geschäfts auf eigenständige Gesellschaften übertragen. Diese nutzen bereits ein eigenes, branchenspezifisches ERP-System. Parallel baut das Unternehmen die Governance-Strukturen auf, die für eine eigenständige börsennotierte Gesellschaft erforderlich sind.
Milliarden-Geschäft mit Agrarfokus
Agricultural Solutions bündelt das Pflanzenschutzgeschäft von BASF sowie Aktivitäten in den Bereichen Saatgut, Pflanzeneigenschaften, biologische Lösungen und digitale Anwendungen. 2025 erzielte die Sparte einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro. Allein 990 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr in Forschung und Entwicklung.
Für BASF ist die geplante Eigenständigkeit ein wichtiger Bestandteil der „Winning Ways“-Strategie. Als eigenständiges Unternehmen soll Agricultural Solutions stärker auf den Agrarmarkt ausgerichtet werden und sein eigenes Wertpotenzial besser ausschöpfen können. Weitere Details zur Strategie und zur operativen Entwicklung dürften beim Capital Markets Day von BASF am 24. November folgen. Dort werden alle vier Mitglieder des Management Boards von BASF Agricultural Solutions das Geschäft vorstellen.
Mit dem Mandat der Investmentbanken nimmt der mögliche Börsengang konkretere Formen an. Für BASF-Aktionäre könnte die Abspaltung langfristig interessant werden, da ein eigenständiges Agrarunternehmen eine separate Bewertung am Kapitalmarkt erhalten würde. Gleichzeitig bleibt der Zeitplan offen. Der nächste wichtige Termin ist damit der Capital Markets Day im November. Dort dürfte BASF weitere Einblicke in die künftige Struktur, Strategie und Perspektiven von Agricultural Solutions geben. Die BASF-Aktie bleibt ein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: BASF.
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