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15.07.2019 Andreas Deutsch

Amazon: Böser Angriff – ausgerechnet jetzt!

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Amazon

Bei Amazon hat es nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am frühen Montagmorgen erneut Streiks gegeben – und das ausgerechnet am Prime Day. Verdi rechnet nach eigenen Angaben mit einer guten Beteiligung. Derweil hält sich die Amazon-Aktie über der 2.000-Dollar-Marke. Das Rekordhoch ist nur einen Hauch entfernt.

Streiks hat es an den sieben Amazon-Standorten in Werne und Rheinberg in Nordrhein-Westfalen, Leipzig, Graben bei Augsburg, Koblenz sowie an den zwei Standorten im osthessischen Bad Hersfeld gegeben, so Verdi-Handelsexperte Orhan Akman zur dpa. Akman rechnete mit einer guten Beteiligung. Die Kollegen seien "ziemlich verärgert".

Ein Amazon-Sprecher hingegen erklärte am Morgen, nur sehr wenige Mitarbeiter hätten sich am Streikaufruf beteiligt. Der operative Betrieb laufe ohne Einschränkungen.

Anlass für den aktuellen Streik ist der bis einschließlich Dienstag laufende Aktionstag Prime-Day mit Sonderangeboten für Stammkunden.

Verdi-Handelsexperte Akman kritisiert: „Während Amazon mit satten Preisnachlässen beim Prime-Day zur Schnäppchenjagd bläst, wird den Beschäftigten eine existenzsichernde tarifliche Bezahlung vorenthalten."

Verdi kämpft seit mehr als sechs Jahren um einen Tarifvertrag und Lohnerhöhungen. In ganz Deutschland hat Amazon zwölf Warenlager an elf Logistikstandorten und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13.000 Angestellte.

Deutschland ist für Amazon einer der wichtigsten Märkte. Im vergangenen Jahr machte der E-Commerce-Riese hierzulande 20 Milliarden Dollar Umsatz – das entspricht neun Prozent der gesamten Konzernerlöse.

Amazon (WKN: 906866)

Amazon darf und wird den Streit mit der Gewerkschaft nicht unterschätzen. Die Kunden werden zunehmend sensibler für derartige Themen. Nichtsdestotrotz bleibt die Amazon-Aktie für den AKTIONÄR ein glasklarer Kauf. 

(Mit Material von dpa-AFX)

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