31.07.2019 Michael Schröder

Aixtron: Neue Aufträge aus China? Deutsche Bank hebt den Daumen!

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Aixtron
Trendthema

Die Angst vor einer Gewinnwarnung war groß. Kurz vor den Quartalszahlen fiel die Aixtron-Aktie sogar unter die wichtige Unterstützung bei 7,75 Euro. Doch dann drehte der Kurs auf, schoss vom Tief innerhalb weniger Tage um über 40 Prozent nach oben. Kein Wunder: Zahlen und Ausblick des Halbleiterindustrie-Ausrüsters konnte sich sehen lassen.

Aixtron hat nach einem guten zweiten Quartal die Profitabilitätsziele für das Gesamtjahr erhöht. Auch die Einschätzung des AKTIONÄR hat sich als zu verhalten erwiesen.

Aixtron erwartet im Gesamtjahr nun Margen von 13 Prozent – visiert also das obere Ende der zuvor prognostizierten Bandbreite von acht bis 13 Prozent an. Beim Umsatz plant der Vorstand weiter mit einem Wert zwischen 260 bis 290 Millionen Euro (Vorjahr: 269 Millionen Euro). Umgerechnet geht Aixtron im laufenden Jahr damit von einem EBIT zwischen 33,8 und 37,7 Millionen Euro aus – deutlich mehr als im Vorfeld erwartet.

Besonders im Fokus: Die Aussagen zur künftigen Entwicklung beim Auftragseingang. Hier setzt die Gesellschaft auf eine Trendwende – vor allem dank einer Nachfragebelebung aus Asien.

Bei den Analysten kam dies gut an: Nachdem das Management zuletzt im Zuge des US-Huawei-Embargos noch zurückhaltende Aussagen über das Geschäft gemacht hatte, war nun von einer anziehenden Nachfrage, speziell aus Asien die Rede, so Deutsche Bank-Analyst Uwe Schupp. Das deute darauf hin, dass eine alternative Lieferkette in China derzeit womöglich schneller als gedacht errichtet wird. Davon könnte Aixtron las Halbleiterindustrie-Ausrüster besonders stark profitieren. Der Experte hält an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel von 13 Euro fest.

Aixtron (WKN: A0WMPJ)

Kommt es im zweiten Halbjahr tatsächlich zu der erwarteten Nachfragebelebung, dürften Umsatz und Gewinn weiter und vor allem nachhaltig steigen. Mit den guten Aussichten im Gepäck dürfte die Aktie sich nun in zweistelligen Kursregionen etablieren.

DER AKTIONÄR spekuliert im Real-Depot mit einer Trading-Position auf steigende Kurse bei dem Konzern. Die Position liegt mittlerweile über 20 Prozent im Plus.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Akien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR