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16.07.2018 Nikolas Kessler

Adyen: Droht dem Überflieger die harte Landung?

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DAX

Der Zahlungsabwickler Adyen hat nicht nur mit seinem sensationellen Börsengang vor rund einem Monat für Furore gesorgt – auch im Anschluss ging es weiter steil nach oben. Nach einem neuen Allzeithoch am Freitag geht es zu Beginn der neuen Woche aber zunächst spürbar bergab.

Berenberg-Analystin Tammy Qiu hat ihre Kaufempfehlung gestrichen und die Adyen-Aktie auf „Hold“ abgestuft. Das Kursziel von 590 Euro – das am Freitag bereits deutlich überschritten worden war – hat sie bestätigt.

Zwar bleibe sie der Ansicht, dass das Unternehmen gut aufgestellt sei, um vom strukturellen Wachstum in der Payment-Branche zu profitieren, die kurzfristigen Erwartungen an das Wachstum von Umsatz und Transaktionsvolumen seien nun aber sehr hoch, so die Analystin. Sie verweist in dem Zusammenhang beispielsweise auf das 2019er-KGV von 103.

Adyen habe noch Spielraum, was die Erschließung neuer Umsatzströme angeht – etwa den Ausbau des Service-Angebotes. Bislang tue sich dahingehend allerdings noch wenig, so Qiu.  

Beeindruckende Performance

Ausgehend vom Angebotspreis von 240 Euro je Aktie hatte sich der Kurs bereits am ersten Handelstag in der Spitze mehr als verdoppelt. Seitdem ging es weiter überwiegend bergauf, bis am Freitag bei 609 Euro ein neues Allzeithoch an der Kurstafel stand. Von dort aus ging es nach der Abstufung von Berenberg am Montag in der Spitze um rund neun Prozent bergab, am Nachmittag konnte sich die Aktie jedoch mit einem Abschlag von rund fünf Prozent im Bereich von 569 Euro stabilisieren.

Spannend, aber teuer!

Die Wachstumsstory von Adyen ist beeindruckend, gemeinsam mit dem Kurs ist allerdings auch die Bewertung in die Höhe geschossen. Zudem ist das Risiko weiterer Gewinnmitnahmen hoch. Wer der Kaufempfehlung in AKTIONÄR-Ausgabe 28/2018 gefolgt ist, sollte daher den Stopp auf 500 Euro nachziehen.

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