Die Biotech-Gesellschaft Revolution Medicines hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die US-Zulassungsbehörde FDA erteilte am gestrigen Mittwoch dem Bauchspeicheldrüsenkrebs-Hoffnungsträger Daraxonrasib, der nun unter dem Handelsnamen Rasonque zugelassen ist, grünes Licht.
Das neuartige Medikament ist für die Betroffenen mit metastasiertem Pankreasadenokarzinom indiziert, die zuvor mindestens eine systemische Therapie (in der Regel eine Chemotherapie) erhalten haben oder für eine systemische Mehrfachtherapie nicht infrage kommen.
Wie vom AKTIONÄR antizipiert, hat die FDA das neuartige Medikament noch im August durchgewunken. Erst am 22. Juli nahm die US-Zulassungsbehörde den Antrag zur Prüfung an.
Allerdings gewährte die FDA der Biotech-Gesellschaft bereits vor den bahnbrechenden Daten vom Frühjahr ein beschleunigtes Zulassungsverfahren via Commissioner's National Priority Voucher (CNPV)-Programm. Damit soll der Vertriebsgenehmigungsprozess bei bahnbrechenden Medikamenten mit einem hohen ungedeckten medizinischen Bedarf nochmals forciert werden.
Medikament hat seinen Preis
Laut einem Filing an die US-Börsenaufsicht SEC soll der monatliche Großhandelslistenpreis der täglich zu verabreichenden Tablette bei 39.800 Dollar liegen. Rabatte und Abzüge in Höhe von 20 bis 30 Prozent sind dabei noch nicht berücksichtigt, so die Analysten von LifeSci Capital.
Revolution Medicines schreibt mit Rasonque wahrlich Medizingeschichte. Zum ersten Mal ist ein Medikament zugelassen, das Bauchspeicheldrüsenkrebs zielgerichtet bekämpft und das mediane Gesamtüberleben in etwa verdoppeln kann. Darüber hinaus hat Revolution Medicines zwei weitere hochinteressante Wirkstoffkandidaten im Entwicklungsportfolio. Im Börsenwert von gut 46 Milliarden Dollar sind jedoch inzwischen viele Vorschusslorbeeren eingepreist. Halteposition!
Heute, 07:42
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