Nvidia hat erneut ein Quartal deutlich über den Erwartungen abgeliefert. Die starken Umsatzdaten ließen die Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als vier Prozent steigen. Für noch mehr Aufmerksamkeit sorgte jedoch der Ausblick: Für das Geschäftsjahr 2028 stellt der US-Chiphersteller ein Umsatzwachstum von 70 Prozent in Aussicht.
Damit rückten mögliche zusätzliche Aktienrückkäufe, Preiserhöhungen oder Änderungen bei der Kapitalverteilung in den Hintergrund. Analysten konzentrierten sich stattdessen auf die Frage, was der ungewöhnlich weitreichende Ausblick über die Haltbarkeit des KI-Booms aussagt. Bernstein-Analyst Stacy Rasgon verwies darauf, dass die neue Einschätzung einem zusätzlichen Umsatz von 200 Milliarden Dollar gegenüber der bisherigen Perspektive entspricht.
Im Mittelpunkt stand zudem das Wachstum ohne Lieferengpässe. Vor allem bestimmte Speicherchips sind knapp. Huang erklärte, Nvidia könnte ohne diese Beschränkungen deutlich stärker wachsen. Der Konzern müsse nun daran arbeiten, mehr Kapazitäten aufzubauen.
Die ersten Analysten haben ihre Kursziele nun bereits deutlich angehoben: Bernstein Research von 315 auf 400 Dollar. Nur Raymond James ist derzeit noch optimistischer mit 515 Dollar. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat ihr Kursziel von 285 auf 300 Dollar nach oben geschraubt. Die Einschätzung lautet weiterhin „Buy“. Analyst James Schneider erklärte, Nvidia habe die größten Optimisten bestätigt. Schneider sieht nun einen klareren Weg für eine Outperformance der Aktien in den kommenden Monaten. Ohnehin ist ein Blick auf die Analystenseite beeindruckend. 79 der 82 von Bloomberg befragten Analysten raten zum Kauf der Aktie.
Nvidia setzt seinen Expansionskurs klar fort. Die Aktie von Nvidia reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursaufschlägen bis auf 219,53 Dollar. Aus dem regulären Handel war das Papier bei 209,66 Dollar gegangen. DER AKTIONÄR bleibt ganz klar bei seiner positiven Einschätzung und setzt auch weiter im AKTIONÄR-Depot auf den Titel. Nvidia befindet sich auch im Künstliche Intelligenz Index, in dem sich aktuell elf potenzielle KI-Gewinner befinden und der zuletzt auch wieder Fahrt aufnehmen konnte. Mehr Informationen dazu erfahren Sie hier.
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