Nvidia hat am Mittwochabend erneut die astronomischen Erwartungen der Wall Street übertroffen und ein starkes Zahlenwerk vorgelegt. Mit einer Umsatzverdopplung und einem bärenstarken Ausblick untermauert der Chip-Gigant seine uneingeschränkte Dominanz im globalen KI-Wettrüsten. Doch reicht das Zahlenfeuerwerk, um die Aktie nachbörslich auf neue Höchststände zu katapultieren?
Das Warten hat sich gelohnt. Der weltgrößte Chiphersteller Nvidia hat im abgelaufenen Quartal erneut alle Schätzungen in den Schatten gestellt. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um sensationelle 106 Prozent auf 96,22 Milliarden Dollar und übertraf die Konsensschätzung von gut 92 Milliarden Dollar deutlich. Auch der bereinigte Gewinn je Aktie überflügelte mit 2,46 Dollar die Markterwartungen von 2,09 Dollar mühelos.
Als unaufhaltsamer Wachstumstreiber erwies sich einmal mehr das Rechenzentrumsgeschäft. Die Erlöse in diesem Kernsegment schossen um 117 Prozent auf 89,0 Milliarden Dollar nach oben. Konzernchef Jensen Huang betonte, dass künstliche Intelligenz ihren Wendepunkt erreicht habe und Rechenleistung heute direkt in Ertrag umgemünzt werde. Die Nachfrage beschleunige sich weiter, während die neue Chip-Generation Vera Rubin nun in voller Serienproduktion läuft. Um den Wert für die Anteilseigner zu steigern, schüttete der Konzern allein im Quartal rund 26 Milliarden Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe aus. Das verbleibende Rückkaufvolumen liegt bei gigantischen 99 Milliarden Dollar.
Auch der Ausblick auf das laufende dritte Quartal lässt die Muskeln spielen: Nvidia peilt einen Umsatz von 108,0 Milliarden Dollar an, während Analysten zuvor mit 104,6 Milliarden Dollar gerechnet hatten – und das, obwohl der Konzern vorsorglich keinerlei Rechenzentrumserlöse aus China einkalkuliert. Die bereinigte Bruttomarge soll bei starken 74 Prozent liegen, nachdem sie im zweiten Quartal 75 Prozent erreichte und ein freier Cashflow von 21,34 Milliarden Dollar erwirtschaftet wurde. Dass die Aktie im nachbörslichen Handel dennoch mit einem leichten Minus von 1,2 Prozent reagierte, ist vor allem auf kurzfristige Gewinnmitnahmen nach der vorangegangenen Rally zurückzuführen.
Nvidia untermauert seine absolute Ausnahmestellung und liefert Hammer-Zahlen ab. Trotz minimaler nachbörslicher Gewinnmitnahmen bleibt das fundamentale Wachstumsmomentum ungebrochen. Für langfristig orientierte Anleger bleibt der KI-Platzhirsch das absolute Basisinvestment der Branche.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia.
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