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Bayer: Das schmerzt

Bayer: Das schmerzt
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Michel Doepke Heute, 07:44 Michel Doepke

Im ersten Quartal verzeichnete Bayer in der Pharma-Division sowohl einen Umsatz- als auch Ergebnisrückgang. Die Patentklippe bekommen die Leverkusener mit voller Breitseite zu spüren, die Biosimilar- und Generika-Konkurrenz luchst dem DAX-Konzern Marktanteile ab. Die Hoffnung ruht erneut auf neuen Produkten.

Der einstige Top-Seller Xarelto verliert nach dem abgelaufenen Patentschutz weiter an Bedeutung im Pharma-Portfolio von Bayer. Nominal gingen die Einnahmen mit dem Blutverdünner im ersten Quartal um 42,5 Prozent auf 364 Millionen Euro zurück.

Und auch das Augenheilmittel Eylea, das inzwischen auch mit längeren Behandlungsintervallen auf den Markt gekommen ist, um an Attraktivität zu gewinnen, verliert an Strahlkraft. Im Auftaktquartal verzeichnete Bayer mit dem Mittel einen Erlösrückgang (nominal) von 23,6 Prozent auf 623 Millionen Euro.

Inzwischen ist das Prostatakrebs-Medikament Nubeqa zum umsatzstärksten Pharma-Produkt von Bayer aufgestiegen. Zwischen Januar und März stiegen die Einnahmen um 45,4 Prozent auf 749 Millionen Euro. Bayer hat das wachstumsstarke Krebsmittel von der finnischen Orion vor einigen Jahren einlizenziert.

Darüber hinaus setzt Bayer weiter große Stücke auf Kerendia, das im ersten Quartal über 70 Prozent auf 274 Millionen Euro zulegen konnte. Mit Lynkuet (zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden) steht zudem ein weiteres Produkt in den Startlöchern, die Vertriebsaktivitäten laufen.

Bayer (WKN: BAY001)

Die massiven Rückgänge bei Xarelto und Eylea schmerzen. Doch Bayer zeigt sich weiterhin optimistisch, die wegbrechenden Einnahmen zu kompensieren und rechnet ab 2027 sogar wieder mit Wachstum in der Division. Kurz- bis mittelfristig sind allerdings die weiteren Entwicklungen in der Causa Glyphosat entscheidend. Anleger warten weiter ab, auch charttechnisch drängt sich derzeit kein Einstieg auf.

Hinweis auf Interessenkonflikte

Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bayer.

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