Am vergangenen Freitag ist der Börsengang des Radiopharma-Spezialisten Aktis Oncology an der Nasdaq über die Bühne gegangen. Die Nachfrage nach den Anteilen der Gesellschaft ging regelrecht durch die Decke. Das freut auch den Pharma-Riesen Eli Lilly, der als Ankerinvestor bei Aktis Oncology eingestiegen ist.
Der Krebs-Spezialist ist nun unter dem Ticker-Symbol "AKTS" an der Tech-Börse Nasdaq handelbar. Aufgrund der hohen Nachfrage von Investoren erhöhte die Gesellschaft das Angebot der Aktien und legte den Preis pro Papier mit 18 Dollar am oberen Ende der zuvor kommunizierten Spanne fest. Brutto fließen Aktis Oncology damit rund 318 Millionen Dollar an frischen liquiden Mitteln zu.
Und die Biotech-Gesellschaft konnte die Steilvorlage nutzen: Im Hoch stieg der Newcomer am ersten Handelstag bis auf 29,16 Dollar. Zum Handelsende standen immer noch satte Zeichnungsgewinne auf der Kurstafel, der Schlusskurs lag bei 22,40 Dollar. Damit ging Aktis Oncology am Debüt-Handelstag mit einer Marktkapitalisierung von knapp 1,2 Milliarden Dollar ins Wochenende.
Die Programme von Aktis Oncology befinden sich allerdings noch in einer frühen Phase der klinischen Entwicklung. Es sind also ein paar Vorschusslorbeeren im Kurs des Radiopharma-Spezialisten enthalten. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass kein geringerer als Eli Lilly an Aktis Oncology glaubt. Seit dem Mai 2024 verbindet die Gesellschaften eine Forschungspartnerschaft (DER AKTIONÄR berichtete).
Mit Aktis Oncology ist die börsennotierte US-Biotech-Szene um ein Unternehmen reicher. Die Radiopharma-Gesellschaft ist zweifelsohne spannend. Jedoch muss die Firma mit weiteren Studiendaten punkten, um die schon recht hohe Bewertung auch zu rechtfertigen. Biotech-affine Anleger können sich den Titel allerdings auf die Watchlist setzen.
Heute, 09:11