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21.08.2020 Maximilian Völkl

RWE nach der Kapitalerhöhung – was der Konzern jetzt erreichen will

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RWE

Die überraschende Kapitalerhöhung am Dienstagabend bleibt das bestimmende Thema bei RWE. Der Versorger will sein Erneuerbare-Energien-Portfolio mit den frisch eingesammelten zwei Milliarden Euro weiter ausbauen. Finanzchef Markus Krebber hat nun erklärt, welche Pläne RWE verfolgt.

„Das Umfeld ist positiver als zu Anfang des Jahres. Deshalb sind wir zuversichtlich, dass wir mehr Wachstum generieren können. Das war ein Grund für die Kapitalerhöhung“, sagte Finanzchef Markus Krebber am Mittwoch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Aus unserer bestehenden Pipeline wollen wir noch mehr Projekte als bisher geplant realisieren.“

Kleinere Zukäufe möglich

Die zwei Milliarden Euro aus der Kapitalerhöhung würden zu den ohnehin geplanten fünf Milliarden Euro an Investitionen hinzukommen. „Wir werden das aber nicht alles bis Ende 2022 ausgeben können, denn die Realisierung von Projekten braucht Zeit. Ein Teil ist deshalb für die Zeit danach.“ Im zweiten Halbjahr 2021 werde sich RWE wohl neue Ziele setzen. „Wir werden bis 2022 allein aus der Nordex-Pipline rund 200 Megawatt mehr bauen.“

Kleinere Zukäufe habe RWE laut Krebber im Blick. Diese sollen allerdings nicht in der Größenordnung des Nordex-Deals sein. Er stellte zudem klar, dass keine fertigen Windparks gekauft werden sollen. „Wir haben kein Interesse, im großen Umfang in Betrieb befindliche Anlage zu übernehmen. Unser Geschäftsmodell ist es, zu entwickeln, zu bauen und zu betreiben“, so der Finanzchef.

RWE (WKN: 703712)

RWE hat nun viel Geld auf der hohen Kante. Wie es investiert wird, bleibt offen. Glaubt man den Worten Krebbers, dürfte RWE große Player im Wind- und Solarparkbereich wie Encavis nicht übernehmen. Kleinere Projektierer wie ABO Wind könnten aber durchaus ins Beuteschema passen. Doch auch wenn nur einzelne Projekte übernommen werden, gilt: RWE ist mit der Rückbesinnung auf Erneuerbare Energien auf dem richtigen Weg. Das dürfte den Aktienkurs weiter befeuern. Anleger lassen die Gewinne laufen, auch Neueinsteiger können noch zugreifen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:

Der Autor hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren: Encavis.