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Öl-Aktien: Trump-Coup in Venezuela – Chevron und Co schießen zweistellig hoch

Öl-Aktien: Trump-Coup in Venezuela – Chevron und Co schießen zweistellig hoch
Foto: Shutterstock AI/Shutterstock
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Timo Nützel 05.01.2026, 16:46 Timo Nützel

Der Sturz von Nicolás Maduro sorgt für ein geopolitisches Beben und versetzt die Märkte in Goldgräberstimmung. Nach der Festnahme des Ex-Präsidenten durch US-Spezialkräfte kündigt Donald Trump massive Investitionen amerikanischer Giganten in das Land mit den größten Ölreserven der Welt an. Erfahren Sie hier, welche Profiteure jetzt ganz oben auf der Liste der Anleger stehen.

Die Bilder gingen am Wochenende um die Welt. Nicolás Maduro, der langjährige Machthaber Venezuelas, befindet sich in einem New Yorker Gefängnis und muss sich ab Montag vor Gericht wegen Drogenhandels und Narco-Terrorismus verantworten. Doch während die juristische Aufarbeitung beginnt, blicken Börsianer bereits auf die wirtschaftlichen Folgen dieses Machtwechsels. US-Präsident Donald Trump ließ am Wochenende keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. Die Vereinigten Staaten fordern „totalen Zugang“ zum venezolanischen Öl, um das Land wieder aufzubauen – und sich gleichzeitig für entstandene Schäden zu entschädigen.

An der Wall Street löste diese Nachricht eine massive Kaufwelle aus. Vor allem die großen US-Ölkonzerne und Dienstleister werden als die großen Gewinner des „Rebuilding Venezuela“ gehandelt. Die Aktie von Chevron, die ohnehin als einziger US-Riese mit einer Ausnahmegenehmigung im Land verblieben war, schoss zeitweise um über zehn Prozent nach oben. Auch die Service-Giganten Halliburton und SLB profitierten massiv und legten im frühen Handel um rund acht Prozent zu. Es ist die pure Fantasie auf milliardenschwere Aufträge zur Instandsetzung der maroden Infrastruktur, die hier eingepreist wird. Experten schätzen, dass der Wiederaufbau der Ölindustrie über ein Jahrzehnt dauern und Investitionen von bis zu 100 Milliarden Dollar verschlingen könnte.

Spannend ist die Reaktion am Rohstoffmarkt. Während die Aktien der Förderer steigen, blieb der Ölpreis der Sorte WTI mit rund 57 Dollar pro Barrel vergleichsweise stabil. Händler spekulieren darauf, dass ein Ende der Sanktionen mittelfristig zu einem massiven Überangebot führen könnte, auch wenn die Förderung aktuell aufgrund von Blockaden und vollen Speichern bei der staatlichen PDVSA sogar gedrosselt werden muss. In der zweiten Reihe rücken zudem die Raffineriebetreiber wie Valero Energy oder Marathon Petroleum in den Fokus. Sie sind darauf spezialisiert, das schwere, schwefelhaltige Rohöl aus Venezuela zu verarbeiten und könnten bei einer Normalisierung der Lieferströme von deutlich attraktiveren Margen profitieren.

Chevron Corporation (WKN: 852552)

Die Rückkehr der USA in den venezolanischen Ölsektor markiert eine geopolitische Zäsur – und ein potenzielles Comeback für ExxonMobil, Chevron und Co, nachdem die Ölaktien im vergangenen Jahr zu den Underperformern zählten. Sollte Trump seine Pläne umsetzen, bahnt sich ein neues Kapitel der sprudelnden Gewinne bei den Ölkonzernen an. Als Top-Gewinner dürfte die Aktionär-Empfehlung Chevron draus hervorgehen. 

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