+++ Diese Aktien legen in der Krise zu +++

Lufthansa: Auch das noch

Lufthansa: Auch das noch
Foto: Darrin Zammit Lupi/REUTERS
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Sarina Rosenbusch Heute, 10:50 Sarina Rosenbusch

Bei der Lufthansa droht neues Chaos: Am Donnerstag und Freitag dürfte es zu massiven Flugausfällen kommen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat mehr als 5.000 Pilotinnen und Piloten zum Streik aufgerufen. Ein weiterer Rückschlag für die ohnehin gebeutelte Aktie.

Betroffen sind vor allem Abflüge aus Deutschland bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei der Frachttochter Lufthansa Cargo. Erstmals werden auch Piloten der Regionalgesellschaft Lufthansa Cityline in den Streik einbezogen. Bei Eurowings läuft eine entsprechende Abstimmung noch bis zum 16. März.

In der vergangenen Woche hatte die VC angesichts der angespannten Lage im Luftverkehr Richtung Nahost zunächst auf Streikmaßnahmen verzichtet. Auch jetzt sollen Flüge in diese Region nicht vom Arbeitskampf betroffen sein.

Der Konzern will nach eigenen Angaben spätestens bis 14.00 Uhr einen Ersatzflugplan für den Streikzeitraum vorlegen. Intern sei dazu ein Aufruf gestartet worden, um trotz des Arbeitskampfs zumindest einen Teil der Flüge durchführen zu können. 

Streiks am Fließband

Es ist bereits die zweite Streikwelle im laufenden Tarifkonflikt bei der Lufthansa-Kerngesellschaft. Schon Mitte Februar hatten die Piloten für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Damals mussten mehr als 800 Flüge gestrichen werden, rund 100.000 Passagiere waren betroffen.

Hintergrund der Tarifauseinandersetzung sind nach Angaben der Gewerkschaft festgefahrene Gespräche über die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa und Lufthansa Cargo. VC-Präsident Andreas Pinheiro kritisierte, dass bislang kein konkretes Angebot des Arbeitgebers vorliege. Es reiche nicht aus, lediglich Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, ohne über substanzielle Verbesserungen bei der Altersvorsorge zu verhandeln.

Cityline vor dem Aus

Die Regionaltochter Lufthansa Cityline übernimmt derzeit vor allem Zubringerflüge für das Lufthansa-Drehkreuzsystem. Rund 30 Flugzeuge sind dort im Einsatz. Nach den Plänen des Konzerns soll der Flugbetrieb allerdings im kommenden Jahr eingestellt werden. Die Strecken sollen schrittweise von der neu gegründeten Lufthansa City Airlines übernommen werden.

Die Schließung stehe jedoch nicht im direkten Zusammenhang mit den aktuellen Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert für die Jahre 2024 bis 2026 Gehaltserhöhungen von jeweils 3,3 Prozent pro Jahr. Ein erstes Angebot der Lufthansa hatte sie abgelehnt, weil es eine Friedenspflicht bis Ende 2027 vorsah. 

Deutsche Lufthansa (WKN: 823212)

Die neuen Streiks kommen zur Unzeit. Die Lufthansa-Aktie steht im Zuge des Nahost-Konflikts bereits unter Druck. Im Fokus steht eine rasche Rückeroberung der 50-Tage-Linie. Investierte Anleger bleiben dabei, beachten aber den Stoppkurs des AKTIONÄR.

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