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Thyssenkrupp mit Zahlen – Umsatzprognose gesenkt

Thyssenkrupp mit Zahlen – Umsatzprognose gesenkt
Foto: Michaela Rehle/File Photo/Reuters
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Marion Schlegel Heute, 07:49 Marion Schlegel

Thyssenkrupp kämpft weiterhin mit Gegenwind aus dem schwachen Automobilmarkt und sinkenden Stahlpreisen. Im zweiten Geschäftsquartal bis Ende März schrumpfte der Umsatz des Industriekonzerns um zwei Prozent auf rund 8,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstagmorgen bekanntgab. Damit schnitt der Konzern leicht besser ab als von Analysten erwartet. Die Aktie gibt in einer ersten Reaktion auf Tradegate zunächst nach, konnte sich zuletzt aber ins Plus vorarbeiten.

Angesichts der anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen zeigt sich das Management für das laufende Geschäftsjahr vorsichtiger. Die Umsatzprognose wurde nach unten angepasst: Für 2025/26 rechnet Thyssenkrupp nun mit einem Rückgang von bis zu drei Prozent oder bestenfalls stagnierenden Erlösen. Zuvor hatte das Unternehmen im besten Fall mit einem Zuwachs von einem Prozent gerechnet. Die Gewinnziele bestätigte der Konzern hingegen.

Thyssenkrupp (WKN: 750000)

Dabei zahlt sich das laufende Spar- und Umbauprogramm zunehmend aus. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich deutlich von 19 Millionen auf 198 Millionen Euro und übertraf damit die Erwartungen am Markt klar. Analysten hatten hier im Vorfeld mit 167 Millionen Euro gerechnet. Vor allem die Stahlsparte sowie das Materialgeschäft sorgten für Rückenwind. Belastungen durch Rohstoff-, Energie- und Personalkosten fielen deutlich geringer aus als noch im Vorjahr.

Erfreulich entwickelte sich zudem der Auftragseingang. Dieser sprang vor allem dank milliardenschwerer Bestellungen bei der Marinesparte TKMS um fast ein Drittel auf 10,6 Milliarden Euro nach oben. Deutlich verhaltener blieb die Nachfrage dagegen im Automobilzuliefergeschäft und im Stahlsegment.

Unter dem Strich blieb jedoch nur ein Gewinn von einer Million Euro nach Minderheiten übrig. Im Vorjahreszeitraum hatte Thyssenkrupp noch stark von dem Verkauf der Beteiligung TK Electrical Steel India profitiert und 155 Millionen Euro ausgewiesen.

Nach der deutlichen Erholung seit Ende März hat die Aktie zuletzt wieder nachgegeben. Auch der Start in den Dienstag fiel zunächst schwächer aus, die Aktie konnte sich aber schnell wieder ins Plus vorarbeiten. Es gilt aber weiterhin: Es gibt attraktivere Investments als Thyssenkrupp.

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