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15.07.2021 Jochen Kauper

BYD: Geht der Aktie die Puste aus?

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BYD

In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden in China 950.000 sogenannte NEV, also New Energy Vehicles, sprich vollelektrische, Plug-Ins und Brennstoffzellen-Autos verkauft. Mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Das spielt Herstellern wie BYD in die Karten…

Das CAR-Institut erwartet für das Jahr 2021 2,2 Millionen verkaufte NEVs. „Um das Jahr 2025 kann man mit 5 Millionen rechnen“, sagt Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer gegenüber dem AKTIONÄR.

Im Plan der Kommunistischen Partei hat Präsident Xi Jinping im September 2020 bei der UN-Hauptversammlung angekündigt, dass China vor dem Jahr 2030 Peak CO2 erreichen will, sprich 2060 CO2-neutral sein will. "Das geht nur mit jeder Menge Elektroautos und Kernkraftwerken zur Stromerzeugung", sagt Dudenhöffer.

BYD (WKN: A0M4W9)

Soll heißen: Um das Jahr 2030 ist China ohne Elektroautos überhaupt nicht mehr vorstellbar.

„In den ersten 5 Monaten hat BYD in China knapp 200.000 Neuwagen verkauft, 56% oder 110.000 davon waren NEV, also die New Energy Vehicle. Allein von dem Modell Han EV konnten in den ersten 5 Monaten knapp 33.000 verkauft werden. Genauso viel wie Tesla von seinem Model Y verkauft hat. Also BYD positioniert sich gut“, sagt Auto-Experte Dudenhöffer.

Aus technischer Sicht allerdings hat die BYD-Aktie zuletzt etwas an Power verloren.  Zuletzt wurde der kurzfristige Aufwärtsmodus verlassen. „Das Obere Bollinger-Band war der erwartete „Deckel“ bei rund 26 Euro. Im Zuge dessen kam es auch zur Konsolidierung bis knapp 23 €uro. Nun stützt das Untere Bollinger-Band auf diesem Niveau. Die Markttechnik zeigt sich divergent. Die Slow-Stochastik generiert ein kurzfristiges Verkaufssignal. Der Trendfolger MACD deutet darauf hin, dass die aktuelle Konsolidierung noch mittelfristig andauern könnte. Übergeordnet ist aber alles noch „im Lot“. Um gegen unerwartete Einbrüche gewappnet zu sein, bieten sich trotzdem Stopps im Bereich 22,7 €uro an. Hier wäre dann auch besagter Kurzfristtrend verlassen. Der Ichimoku-Indikator zeugt weiterhin von langfristiger Trendstärke“, sagt Charttechnik-Experte Martin Utschneider von Donner & Reuschel.

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