11.07.2019 Jan Paul Fori

Siemens setzt auf den Megatrend Wasserstoff – kann die Aktie davon profitieren?

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Siemens
Trendthema

Nach massiven Protesten verwarf Siemens-Chef Joe Kaeser seinen ursprünglichen Plan, den Standort Görlitz bis 2023 zu schließen. Standen zuvor noch rund 700 Jobs auf der Kippe, ist inzwischen ein neuer Innovations-Campus geplant. Bereits in der kommenden Woche soll das Maßnahmenpaket verabschiedet werden.

Ganz ohne Stellenabbau geht es zwar nicht, die meisten Arbeitsplätze der rund 700 Siemens-Mitarbeiter am Standort Görlitz seien jedoch vorerst gesichert, wie der Technologiekonzern mitteilte.

Ursprünglich sollte das zur Kraftwerkssparte gehörende Industriedampfturbinen-Werk in Görlitz aufgrund des schrumpfenden Marktes für konventionelle Kraftwerkstechnik geschlossen werden. Weltweit will Siemens rund 6900 Arbeitsplätze in der Kraftwerkssparte streichen, davon rund die Hälfte in Deutschland. 

Am kommenden Montag treffen sich nun der sächsische Ministerpräsident Micheal Kretschmer, Kaeser und ein Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft, um den „Zukunftspakt Siemens Görlitz“ zu unterzeichnen. 

Spannendes Thema

Der geplante Campus soll rund um die Themen der Wasserstoff-Technologien angesiedelt sein. Zu den genaueren Inhalten der Absichtserklärung äußerte sich Siemens zwar nicht, Wasserstoff ist aufgrund des Kohleausstiegs und der aktuellen Klimadebatte jedoch ein zukunftsweisendes Forschungsfeld, auf das die Industrie große Hoffnungen setzt.

Hoher Forschungsbedarf

Die Wasserstoff-Technologie steht derzeit allerdings noch am Anfang. Besonders der niedrige Wirkungsgrad und die, bei unsachgemäßer Handhabung, vorhandene Explosionsgefahr stellen weiterhin eine große Herausforderung dar. Es bedarf daher noch intensive Forschung, bis Wasserstoff massentauglich ist.

Siemens (WKN: 723610)

Dabeibleiben

Die Siemens-Aktie pendelt derzeit um die wichtige 200-Tage-Line bei 101,16 Euro. DER AKTIONÄR meint: Siemens-Chef Joe Kaeser treibt den Konzernumbau weiterhin voran und stellt das Unternehmen für die Zukunft neu auf. Bereits investierte Anleger sollten an der Aktie festhalten.