Ein chinesischer Vollblutspekulant, der mit dem gewaltigen Vormarsch des Goldpreises ein Vermögen verdient hat, hat jetzt Silber ins Visier genommen – allerdings auf der Short-Seite. Bian Ximing soll seit Anfang 2022 mit einem riesigen Gold-Long-Trade Gewinne von gut 3 Milliarden Dollar eingefahren haben. Nun hält Ximing an der Shanghai Futures Exchange offenbar die größte Netto-Short-Position auf Silber, was einem Volumen von etwa 30.000 Futures-Kontrakten entspricht. Diese Position soll mittlerweile einen Buchgewinn von gut 300 Millionen Dollar erreicht haben.
Aus historischer Sicht waren extreme Silberpreisspitzen stets ein Warnsignal für die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten. So erfolgte im Nachgang des 2008er-Aufwärtsschubs des weißen Metalls der Untergang von Bear Stearns und der Kollaps von Lehman Brothers. Im Jahr 1998 wiederum war im Anschluss an die damalige Silberpreisspitze der Zusammenbruch des Hedgefonds LTCM zu beobachten.
Im Klartext: Auch in Bezug auf die nahe Zukunft könnte wieder ein schockartiges „Kredit-Ereignis“ anstehen. Golo Thomas Kirchhoff und André Fischer haben im Report „Die Tür zum Gold“ ein Silberpreis-Kursziel von 670 Dollar je Feinunze ausgerufen. Das schließt jedoch nicht aus, dass das weiße Metall kurzfristig noch einmal stärker unter Druck gerät. Welche Gefahrenherde der Silberpreis derzeit womöglich antizipiert, lesen Sie im Aktien-Report „The Big Short“.
Heute, 16:24