Michael Burry, der Mann hinter dem berühmten „Big Short“, ist zurück im Krisenmodus. Diesmal im Visier: der Bitcoin. Der Investor sieht frappierende Parallelen zwischen dem aktuellen Kursrutsch und dem brutalen Ausverkauf des Jahres 2022, als die Kryptowährung in kurzer Zeit fast die Hälfte ihres Wertes verlor – und das, obwohl sie bereits zuvor um mehr als 30 Prozent gefallen war. Für Anleger ist das keine gute Nachricht.
Burry untermauert seine Warnung mit historischen Daten. Der jüngste Fall des Bitcoin vom Oktober-Hoch bei 126.000 Dollar auf zeitweise 70.000 Dollar gleicht laut Burry dem Muster von Anfang 2022. Damals sackte die digitale Münze von etwa 35.000 Dollar auf unter 20.000 Dollar ab, bevor eine Bodenbildung eintrat. Der Grund für die aktuelle Sorge: Sollte sich die Geschichte exakt wiederholen, liegt das nächste Ziel im Bereich von 50.000 Dollar. Burry nannte zwar kein konkretes Kursziel, doch seine grafischen Vergleiche sprechen eine deutliche Sprache.
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— Cassandra Unchained (@michaeljburry) February 4, 2026
Widerstand gegen Burry
In der Branche regt sich jedoch Widerstand gegen Burrys Analogie. Experten wie die Handelsfirma GSR bezweifeln, dass ein einzelnes Ereignis aus der Vergangenheit bereits ein verlässliches Muster bildet. Während der Crash von 2022 durch eine aggressive Zinspolitik der US-Notenbank und kollabierende Kredite innerhalb der Krypto-Welt befeuert wurde, ist die Lage heute eine andere. Jetzt prägen börsengehandelte Indexfonds (ETFs) und tiefere institutionelle Liquidität das Geschehen.
Trotz der Unterschiede trifft Burry einen empfindlichen Nerv. Der Bitcoin zeigt sich volatil und rutschte diese Woche immer wieder unter wichtige psychologische Marken. Erholungsversuche scheiterten bislang schnell, während der allgemeine Risikoappetit an den globalen Märkten nachlässt.
Michael Burry bleibt seinem Ruf als Crash-Prophet treu. Ob der Bitcoin tatsächlich bis auf 50.000 Dollar fallen wird, hängt maßgeblich davon ab, ob die neuen institutionellen Käufer bei weiterer Volatilität die Nerven behalten. Welche drei Szenarien jetzt am wahrscheinlichsten sind, lesen Anleger hier.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Bitcoin.
Heute, 15:06