Mit Spannung wurden die Inflationsdaten aus den USA für Dezember erwartet. Nun liegen die Zahlen vor und bei der Kernrate gab es durchaus eine positive Überraschung. Der DAX ist im Anschluss kurzzeitig auf ein neues Allzeithoch geklettert und auch die Futures an der Wall Street haben leicht grüne Vorzeichen.
Im Dezember sind die Verbraucherpreise in den USA zum Vorjahr wie erwartet um 2,7 Prozent gestiegen. Die Kernrate, bei der die schwankungsanfälligen Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet wird, lag allerdings lediglich bei 2,6 Prozent – hier hatten Experten ebenfalls 2,7 Prozent erwartet. Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise den Erwartungen entsprechend um 0,3 Prozent gestiegen.
Die Fed blickt bei ihrer Geldpolitik vor allem auf die Kernrate. Dass diese nun niedriger ausgefallen ist als erwartet, lässt somit etwas mehr Spielraum für weitere Zinssenkungen. Während sich der Streit zwischen Notenbank-Chef Jerome Powell und US-Präsident Donald Trump zuspitzt, steht die nächste Zinssitzung am 28. Januar an. Allerdings beläuft sich die Wahrscheinlichkeit für einen Schritt nach unten laut FedWatch Tool von CME derzeit lediglich auf fünf Prozent.
An der Börse kommen die Inflationsdaten gut an. Der DAX hat seine Verluste, die am Mittag noch zu Buche standen, mittlerweile mehr als wettgemacht und sogar ein neues Allzeithoch erreicht. Auch die Futures an der Wall Street reagieren leicht positiv. Hier rückt aber auch der Start der neuen Berichtssaison in den Fokus.
DER AKTIONÄR bleibt bullish für Aktien. Trotz geopolitischer Konflikte und Risiken stimmt die Richtung an den Börsen. Megatrends wie KI oder Rüstung bleiben Kurstreiber und auch die Wirtschaft dürfte sowohl in Deutschland als auch in den USA 2026 anziehen – gute Vorzeichen für steigende Kurse.
Heute, 14:42