An der Wall Street übernehmen die Bullen wieder das Kommando. Starke Zahlen von Microsoft treiben den gesamten Halbleiter- und Cloud-Sektor an. Meta bricht hingegen nach enttäuschendem Ausblick ein. Konjunkturdaten bestätigen eine hartnäckige Inflation. Nach Börsenschluss rücken Apple und Amazon in den Fokus.
Nach den Abgaben am Mittwoch haben sich die US-Börsen am Donnerstag eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Enttäuschung über die Zinspause der Fed rückte schnell in den Hintergrund. Stattdessen übernahm die Berichtssaison der Tech-Giganten das Geschehen. Schnäppchenjäger nutzten den jüngsten Ausverkauf, um sich bei gebeutelten Chip- und KI-Aktien einzudecken. Dass die Korrektur der vergangenen Wochen für Anleger wieder hervorragende Einstiegschancen bietet, passt zur Analyse in der neuen Ausgabe von DER AKTIONÄR
Der Nasdaq Composite kletterte um 2,8 Prozent auf 25.122 Punkte und beendete damit eine sechstägige Verlustserie. Für den Nasdaq 100 ging es um 3,4 Prozent auf 28.106 Zähler nach oben. Der S&P 500 gewann 1,7 Prozent auf 7.437 Punkte, während der Dow Jones um 1,2 Prozent auf 52.208 Zähler stieg. Die Erholung zeigte sich besonders im Halbleitersektor, wo der Branchen-ETF SOXX um über acht Prozent zulegte.
Konjunkturseitig untermauerten die Daten den restriktiven Kurs der Währungshüter: Das US-Bruttoinlandsprodukt wuchs im zweiten Quartal auf Jahressicht um 1,5 Prozent, während der Markt mit 1,8 Prozent gerechnet hatte. Die von der Fed genau beobachtete Kerninflation (PCE) verharrte mit 3,3 Prozent auf erhöhtem Niveau. Ausführliche Details zu den Konjunkturdaten lesen Sie hier.
Die Einzelwerte im Fokus
- Microsoft (+15,5 Prozent): Der Softwareriese erlebte seinen besten Handelstag seit 2008. Der Börsenwert legte an einem einzigen Tag um rund 450 Milliarden Dollar zu. Auslöser war ein starkes Quartal mit beschleunigtem Wachstum in der Cloud-Sparte Azure und das Signal, die KI-Investitionen im Zaum zu halten.
- Meta (-8,0 Prozent): Enttäuschende Margenaussichten und ein verhaltener Umsatzausblick für das laufende Quartal belasteten die Papiere. Anleger fürchten weiter steigende KI-Kapitalausgaben, die kurzfristig die Ergebnisse belasten.
- Micron (+18,0 Prozent) & AMD (+13,0 Prozent): Die Papiere profitierten spürbar von der Branchenerholung im Halbleitersektor und der Zuversicht rund um den Speicherchip-Bedarf.
- Lam Research (+18,0 Prozent): Der Chipausrüster überzeugte mit einem starken Ausblick auf das laufende Geschäft und zog die Branche weiter nach oben.
- Qualcomm (-7,0 Prozent): Der Prozessorhersteller bremste die Stimmung im Sektor mit einem verhaltenen Umsatzausblick aus.
- Amazon (nachbörslich stark): Der E-Commerce-Riese pulverisierte nach Handelsende die Schätzungen und knackte erstmals die Marke von 200 Milliarden Dollar Umsatz in einem Quartal. Die Cloud-Sparte AWS wuchs um 37 Prozent. Details im Bericht.
- Apple (nachbörslich -2,0 Prozent): Der Tech-Konzern punktete beim Juni-Quartal mit einem starken iPhone-Geschäft und soliden Mac-Verkäufen. Leichte Dämpfer beim Service-Umsatz und in China drückten die Aktie nachbörslich jedoch ins Minus. Details im Bericht.
DER AKTIONÄR DAILY Newsletter
Bleiben Sie über die neuesten Entwicklungen bei spannenden Unternehmen und an der Börse auf dem Laufenden. Lesen Sie DER AKTIONÄR DAILY – den täglichen Newsletter von Deutschlands führendem Börsenmagazin. Kostenlos.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Apple, Microsoft.
Amazon-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.
Heute, 23:21
Bei Google bevorzugen