FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anteile des Medizintechnik-Unternehmens Drägerwerk
Damit fehlte den Vorzugsaktien nicht mehr viel bis zum höchsten Kurs seit Frühjahr 2020 bei 108,50 Euro. Damals hatten die Drägerwerk-Papiere inmitten der Corona-Pandemie stark von der Nachfrage nach Atemschutzmasken profitiert, ohne jedoch das Rekordhoch aus dem Jahr 2015 bei 123,70 Euro erreicht zu haben
Das Lübecker Unternehmen hatte am Dienstag vergangener Woche nach weiteren Zollrückerstattungen die Ergebnis-Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Die Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte aufgrund von Zollrückzahlungen bei 6,0 bis 8,0 Prozent liegen. Zuvor standen 5,5 bis 7,5 Prozent im Plan.
Beim Umsatz erwartet der Konzern weiterhin ein währungsbereinigtes Plus von 2 bis 6 Prozent. Zudem wurden Anfang vergangener Woche bereits die wichtigsten Eckdaten für das erste Halbjahr veröffentlicht. Der Kurs der Aktie stieg nach der erhöhten Gewinnprognose bereits um fünf Prozent und beschleunigte den Anstieg nach Bekanntgabe der detaillierten Zahlen am Donnerstagmorgen.
Der Kurs der Drägerwerk-Aktie hat im bisherigen Jahresverlauf um mehr als die Hälfte zugelegt und ist damit einer der stärksten Titel im SDax
Größter Profiteur des Anstiegs ist die Dräger-Familie, die den Großteil der Stammaktien hält. Das Kapital der Drägerwerk AG ist in knapp neun Millionen Vorzugsaktien und etwas mehr als zehn Millionen Stammaktien mit Stimmrecht aufgeteilt. Von diesen hielt die Familie zuletzt rund drei Viertel. Der Kurs der Stammaktien zog in diesem Jahr um knapp 45 Prozent auf 81,60 Euro an. Der Wert des von der Familie gehaltenen Pakets liegt damit bei knapp 600 Millionen Euro./zb/he
Quelle: dpa-AFX
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