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Weniger China, mehr Rüstung: Hier jetzt auf Trendfortsetzung setzen

Weniger China, mehr Rüstung: Hier jetzt auf Trendfortsetzung setzen
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Dragerwerk AG -/PERP -%
Michael Schröder Heute, 13:36 Michael Schröder

Drägerwerk setzte im abgelaufenen Jahr seinen Wachstumskurs fort und will seinen Aktionären erneut eine höhere Dividende zahlen. Treiber war vor allem die Medizintechnik mit hoher Nachfrage nach Anästhesie- und Beatmungsgeräten sowie Dienstleistungen und Verbrauchsmaterialien. Aber auch das Verteidigungsgeschäft gewinnt zunehmend an Bedeutung.

2025 erzielte Drägerwerk mit knapp 3,5 Milliarden Euro den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte. Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent, währungsbereinigt 5,3 Prozent. Deutlich stärker entwickelte sich das operative Ergebnis: Das EBIT stieg um rund 20 Prozent auf 233,4 Millionen Euro. Belastet wurde das Ergebnis allerdings durch US-Zölle und negative Währungseffekte in Höhe von insgesamt knapp 71 Millionen Euro. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn auf rund 139,5 Millionen Euro.

„Im Jahr 2025 haben wir unseren Erfolgskurs fortgesetzt und den höchsten Umsatz unserer Unternehmensgeschichte erwirtschaftet", sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Dräger bei der Vorstellung des Konzernjahresberichts.

Für 2025 will der Medizin- und Sicherheitstechnikkonzern den Aktionären 2,21 Euro je Stammaktie und 2,27 Euro je Vorzugsaktie ausschütten, nach 1,97 bzw. 2,03 Euro im Vorjahr.

Für 2026 stellt das Unternehmen weiteres Wachstum in Aussicht. Der Umsatz soll um ein bis fünf Prozent steigen, die EBIT-Marge zwischen 5,0 und 7,5 Prozent liegen. Belastungen durch US-Zölle dürften auf ähnlichem Niveau bleiben.

Die Geschäfte in China, dem drittgrößten Markt für das Unternehmen, bleiben schwierig. 2025 habe das Geschäft dort stagniert, nachdem es sich zuvor nahezu halbiert hatte. Die chinesische Regierung sehe die Medizintechnik als systemrelevant an, und es gebe immer stärkere Restriktionen für ausländische Firmen.

Drägerwerk Vz. (WKN: 555063)

Zunehmend an Bedeutung gewinnt dagegen das Verteidigungsgeschäft. 2025 erzielte Drägerwerk hier rund 100 Millionen Euro Umsatz, knapp drei Prozent des Konzernumsatzes. Bis 2028 sollen die Erlöse auf über 300 Millionen Euro steigen. Medizintechnikgeräte der Lübecker werden in Krankenhäusern und Feldlazaretten benötigt. Spezifische Produkte für die Verteidigung stammen aber vor allem aus der Sicherheitstechnik. Dazu zählen etwa Gasmasken für Soldaten, spezielle Lösungen für die Sauerstoffversorgung für die Raketenabwehr sowie Filter für Fahrzeugbelüftungen. Das alles zusammen dürfte dazu führen, dass der Erlös in diesem Bereich schneller als der Konzernumsatz wächst, so Konzernchef Dräger.

Die Börse hat bereits Mitte Januar positiv auf die vorläufigen Zahlen von Drägerwerk reagiert. Nach einer Konsolidierung auf hohem Niveau könnte die Aktie nun den Aufwärtstrend fortsetzen und Kurs auf dreistellige Notierungen nehmen.

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