Starke Q4-Zahlen von Microsoft. Die Erlöse der Cloud-Sparte Azure wachsen währungsbereinigt um 43 Prozent und übertreffen die Erwartungen deutlich. Die Aktie legt nachbörslich spürbar zu.
Microsoft meldet für das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres starke Finanzergebnisse. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 18 Prozent auf 90,01 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 87,72 Milliarden Dollar gerechnet.
Auch beim Gewinn liegt der Tech-Gigant über den Schätzungen der Wall Street. Das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 4,74 Dollar. Der Konsens lag bei 4,25 Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 40,60 Milliarden Dollar nach erwarteten 39,02 Milliarden Dollar.
Azure und Copilot wachsen stark
Der wichtigste Wachstumsmotor bleibt das Cloud-Geschäft. Die Erlöse von Azure und anderen Cloud-Diensten legten währungsbereinigt um 43 Prozent zu. Die Prognose von 39,6 Prozent wurde damit klar übertroffen. Die Sparte Intelligent Cloud erwirtschaftete insgesamt 39,31 Milliarden Dollar.
Fortschritte zeigt Microsoft auch bei der Monetarisierung von künstlicher Intelligenz im Softwarebereich. Für den KI-Assistenten Microsoft 365 Copilot zählt der Konzern inzwischen mehr als 30 Millionen kostenpflichtige Nutzerlizenzen.
Mit dem starken Schlussquartal hat die Cloud-Sparte Azure im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 zudem erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar beim Jahresumsatz geknackt. Beim Nettogewinn profitierte der Konzern im vierten Quartal von einem Sondereffekt: Ein Investitionsgewinn in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar aus der Beteiligung am KI-Labor Anthropic stützte das Ergebnis. Der freie Cashflow ging unterdessen aufgrund der gewaltigen KI-Investitionen um 23 Prozent auf 19,64 Milliarden Dollar zurück.
Nachbörsliches Kursplus
Anleger reagieren erleichtert auf den Bericht. Im nachbörslichen US-Handel legt die Aktie von Microsoft um knapp vier Prozent auf rund 404 Dollar zu. Die Sorgen vor einer verhaltenen Marge durch hohe KI-Investitionen wurden durch das starke operative Wachstum vorerst entkräftet.
Microsoft liefert die vom Markt geforderten Beweise für eine erfolgreiche KI-Monetarisierung. Die hohe Dynamik bei Azure zeigt die ungebrochene Nachfrage im B2B-Bereich. Die Aktie bleibt ein Kauf.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Microsoft.
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