Der MDAX hat im ersten Quartal 2026 ebenfalls deutlich Federn gelassen. 8,05 Prozent betrug das Minus. Doch auch in der zweiten Reihe gab es Titel, die sich dem schwachen Gesamtmarkt klar entzogen und teils sogar massiv zulegten. DER AKTIONÄR mit einem Überblick über die größten Gewinner des ersten Quartals im MDAX.
Platz 5: Evonik Industries +25,4 Prozent – Der Spezialchemiekonzern profitierte von der aufgehellten Stimmung im Chemiesektor und von einer angespannten Versorgungslage bei wichtigen Vorprodukten. Zusätzlichen Rückenwind lieferten positive Analystenstimmen. Vor allem im Geschäft mit C4-Chemikalien und Methionin trauten Experten dem Konzern weiteres Potenzial zu.
Platz 4: K+S +31,2 Prozent – Der Düngemittelhersteller profitierte von den Verwerfungen am globalen Markt. Die Blockade der Straße von Hormus schürte Sorgen vor Engpässen bei Stickstoff- und Phosphatdüngern und trieb damit die Preise im gesamten Sektor. Davon profitierte auch K+S, auch wenn ein anhaltender Preisdruck perspektivisch die Nachfrage der Landwirte hätte bremsen können.
Platz 3: Jenoptik +44,1 Prozent – Der Technologiekonzern profitierte von der Aussicht auf eine Nachfragebelebung im Halbleiterausrüstungsgeschäft und von einer konkreteren Jahresprognose. Hinzu kam eine höhere Dividende als vom Markt erwartet. Dass das Unternehmen nach dem schwachen Vorjahr 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren wollte, stützte die Aktie zusätzlich.
Platz 2: Nordex +56,4 Prozent – Der Windturbinenbauer blieb einer der großen Profiteure des Energiethemas. Steigende Ölpreise erhöhten die Attraktivität erneuerbarer Energien, zugleich verbesserte Nordex die Profitabilität. Hohe Auftragsbestände, steigende Margen und ein operativ robuster Trend sprachen klar für den Konzern.
Platz 1: Aixtron +89,0 Prozent Der Halbleiterzulieferer war der mit Abstand stärkste MDAX-Wert im ersten Quartal. Nach dem Übergangsjahr 2025 setzte der Markt auf die mittel- und langfristigen Wachstumstreiber. Vor allem der Ausbau von Künstlicher Intelligenz und die Einführung von 800-Volt-Gleichstromarchitekturen in Rechenzentren dürften die Nachfrage nach Aixtron-Anlagen kräftig angeschoben haben.
Im MDAX zeigte sich kein einheitlicher Sektortrend, sondern eine Kombination aus unterschiedlichen Kurstreibern. Während Aktien wie K+S und Evonik von Angebotsengpässen und steigenden Preisen im Chemieumfeld profitierten, waren es bei Nordex vor allem der strukturelle Ausbau erneuerbarer Energien sowie verbesserte Margen. Aixtron und Jenoptik wiederum wurden primär von Halbleiterfantasie und Investitionen in Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz getrieben. Vor allem Aixtron dürfte den Aufwärtstrend der ersten Monate fortsetzen.
Heute, 09:30