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01.10.2021 Thomas Bergmann

DAX dreht – Merck-Medikament als Game-Changer

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DAX

Der DAX hat am Freitag eine Aufholjagd hingelegt. Die Kursverluste, die den Leitindex gleich nach der Eröffnung unter die runde Marke von 15 000 Punkten abrutschen ließen, sind mittlerweile fast vollständig wettgemacht. An der 200-Tage-Linie hatten am Morgen die ersten Schnäppchenjäger wieder zugegriffen und damit die Wende eingeläutet.

Kurz nach 14 Uhr notiert der DAX nur noch 0,14 Prozent tiefer auf 15 240 und damit 250 Zähler über dem Tagestief. Die Aufholjagd wurde unterstützt von einer inzwischen auch wieder positiv erwarteten Wall Street, wonach es zuvor nicht ausgesehen hatte.

Die Börsen profitieren auch von der Nachricht des US-Pharmakonzerns Merck & Co, dessen potenzielles Corona-Mittel Molnupiravir überzeugende Studienergebnisse geliefert hat. Der antivirale Wirkstoff von Merck & Co und Ridgeback Biotherapeutics zeigte den Firmen zufolge bei der Zwischenanalyse einer abschließenden Phase-3-Studie bei den Probanden ein um die Hälfte abgesenktes Risiko, im Krankenhaus behandelt werden zu müssen oder gar an Covid zu sterben. Merck strebt nun für das Medikament eine Notfallzulassung in den USA an.

DAX (WKN: 846900)

Aus technischer Sicht verläuft der Handel am Freitag lehrbuchmäßig. Der DAX hat exakt im Bereich der Doppelunterstützung aus GD200 (15.005) und 15.000-Punkte-Marke gedreht. Jetzt kommt es darauf an, dass der deutsche Leitindex diesen Wendepunkt auch zu Beginn kommender Woche bestätigt. Sollte er nämlich wieder konsolidieren, könnte die Freude über die Gegenbewegung sehr schnell verfliegen.

Die Charttechnik ruft zum Einstieg, doch sollten die anderen Sorgen nicht einfach in den Hintergrund rücken. Die Energiekrise in China ist deshalb nicht vom Tisch, genauso gibt es noch das Thema Evergrande. DER AKTIONÄR geht deshalb vor dem Wochenende keine neue DAX-Long-Position ein.

Behandelte Werte

Name WKN
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