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Bullenkonter an der Wall Street – KI‑Knall bei Spotify

Bullenkonter an der Wall Street – KI‑Knall bei Spotify
Foto: Shutterstock/ Songquan Deng
DJ Industrial Average -%
Lukas Meyer Heute, 22:25 Lukas Meyer

Die Wall Street hat am Donnerstag ein Intraday-Reversal hingelegt. Nach Kursverlusten im frühen Handel drehten die US-Leitindizes am Abend ins Plus. Die erste Panik um hawkische Fed-Protokolle und unerwartet robuste US-Arbeitsmarktdaten flaute im Handelsverlauf ab. Der Dow Jones schloss bei 50.285 Punkten, was einem Plus von 276 Punkten respektive 0,55 Prozent entspricht. Der S&P 500 verzeichnete ein Plus von 0,17 Prozent auf 7.445, während der Nasdaq Composite mit einem Plus von 0,09 Prozent bei 26.293 aus dem Handel ging.

Zunächst sah es nach einem bitteren Tag für die Wall Street aus. Die Kombination aus dem hawkischen Fed-Protokoll vom Vorabend und den wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten drückte die Indizes am Nachmittag ins Minus.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen auf 209.000. Der Arbeitsmarkt bleibt robust, was der Federal Reserve Spielraum gibt, die Zinsen im Kampf gegen die Inflation länger hochzuhalten. Tech-Werte gerieten daraufhin unter Druck.

Im späten Handel wendete sich das Blatt. Die Zinsängste legten sich. Gleichzeitig verlor die Ölrally spürbar an Schwung. Auslöser waren zunehmende Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg nach optimistischen Signalen von US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio. Der nachlassende Ölpreis nahm sofort Druck von den Inflationserwartungen, woraufhin die Bullen das Ruder an der New York Stock Exchange wieder übernahmen. Dieses Intraday-Reversal rettete den Handelstag.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Einzelwerte im Fokus

Der US-Einzelhandelsriese Walmart legte starke Zahlen für das erste Quartal vor. Der Umsatz übertraf die Erwartungen um mehr als eine Milliarde Dollar. Das US-Vergleichswachstum lag mit 4,1 Prozent über den Schätzungen von 3,85 Prozent. Doch der schwache Ausblick auf das zweite Quartal und das Gesamtjahr enttäuschte die Wall Street. Die Aktie sackte am Dow-Ende um sieben Prozent ab. Belastet wurde der Konzern dabei vor allem von steigenden Treibstoffkosten.

Bei Nvidia sahen die Anleger nach den gestrigen phänomenalen Quartalszahlenheute eine klassische Konsolidierung auf hohem Niveau. Die Aktie legte nach der jüngsten Rekordfahrt eine kurze Verschnaufpause ein. Die Wall Street verdaut das Zahlenwerk, der langfristige KI-Trend bleibt jedoch voll intakt. Am Ende verbuchte die Aktie dennoch ein Minus von 1,8 Prozent, da am Markt vereinzelt Sorgen über die Nachhaltigkeit des Wachstums laut wurden. Ganz anders das Bild beim Chiparchitekten ARM: Das Papier explodierte um gut 16 Prozent. Laut Jefferies profitiert ARM extrem von der hohen Nachfrage nach Nvidias Next-Gen-Prozessoren für Rechenzentren.

Der Streamingriese Spotify stand heute mit einer echten Breaking-News im Rampenlicht. Spotify hat eine wegweisende Lizenzvereinbarung mit der Universal Music Group (UMG) verkündet. Premium-Nutzer erhalten damit ein neues, kostenpflichtiges KI-Tool, mit dem sie Songs direkt auf der Plattform remixen und KI-Coverversionen erstellen können. Flankierend hob das Analysehaus Jefferies das Kursziel von 540 auf 600 US-Dollar an (Einstufung: „Buy“). Analyst James Heaney betonte, dass die langfristigen Ziele bis 2030 Befürchtungen widerlegen, KI könnte die Margen belasten. Die Aktie reagierte mit deutlichen Kursgewinnen in Höhe von 13 Prozent. Neben dem KI-Paukenschlag trieb eine exklusive Kooperation mit dem Ticketvermarkter Live Nation den Kurs an. Spotify-Abonnenten erhalten künftig Vorab-Zugriff auf Konzerttickets.

Spotify (WKN: A2JEGN)

Im Quantentechnologiesektor brannte heute die Hütte. Auslöser war ein Bericht des Wall Street Journal. Demnach plant die US-Regierung ein gigantisches Förderprogramm im Volumen von rund zwei Milliarden Dollar. Die Zuschüsse sollen auf neun führende Quantentechnologie-Unternehmen aufgeteilt werden. Das ist eine der größten staatlichen Initiativen in diesem Bereich und ließ die Aktien des Sektors steil nach oben schießen. Als Top-Profiteur ging IBM aus dem Handel: Die Aktie feierte an der Dow-Spitze ein Kursfeuerwerk von 12,4 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der Konzern eine milliardenschwere Förderung für die Fertigung von Quantencomputer-Chips einstreicht.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Nvidia, Spotify.

Nvidia-Aktien befinden sich in einem Real-Depot der Börsenmedien AG.

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