Der Januar ist vorbei – und für Bitcoin erneut rot. Vier negative Monate in Folge. Ein Muster, das es in der Geschichte von Bitcoin bislang nur sehr selten gab. Wer den Markt aktiv verfolgt und nicht einfach nur durchhodlt, dürfte in den vergangenen Wochen zunehmend ins Grübeln gekommen sein.
Der Abverkauf war heftig. Unterstützungen wurden reihenweise gebrochen, Bitcoin rutschte auf den tiefsten Stand seit April. Was bis zum Wochenende noch wie eine normale Verschnaufpause aussah, wirkt inzwischen deutlich ernster. Die zentrale Frage drängt sich auf: Handelt es sich noch um eine gesunde Korrektur im Bullenmarkt – oder stehen wir bereits am Anfang eines neuen Bärenmarktes?
Ein Blick auf die übrigen Märkte liefert jedoch ein widersprüchliches Bild. Während Bitcoin und Altcoins unter Druck stehen, zeigen sich die US-Aktienmärkte bemerkenswert stabil. S&P 500, Nasdaq und Dow Jones notieren nahe ihrer Höchststände. Besonders auffällig ist der Russell 2000. Als klassisches Risk-on-Barometer reagiert er sensibel auf Liquidität – und genau dort sehen wir zuletzt wieder Stärke. Die Frage ist: Kann Bitcoin als Risk-Asset bald folgen?
Auch der US-Dollar spielt in dieser Phase eine Schlüsselrolle. Der Dollarindex DXY befindet sich weiterhin in einem übergeordneten Abwärtstrend – historisch betrachtet eigentlich ein Umfeld, das Risiko-Assets unterstützen sollte. Doch bislang bleibt diese Wirkung bei Bitcoin aus.
Auf der Makroseite kommt ein weiterer Faktor hinzu: Der PMI hat zuletzt deutlich nach oben gedreht und signalisiert wieder Expansion. Für viele Marktteilnehmer ein zentraler Frühindikator – und eigentlich ein Argument für steigende Risikoanlagen.
Dem stehen jedoch massive Belastungsfaktoren gegenüber: gebrochene technische Marken, hohe Volatilität, rekordhohe Abflüsse aus Bitcoin-ETFs und eine spürbar angespannte Marktstimmung. Der Markt steht an einem kritischen Punkt.
Wie die einzelnen Signale einzuordnen sind – und ob Bitcoin vor einer Trendwende steht oder vor der nächsten Verkaufswelle –, analysiert Oliver Michel im ausführlichen Interview.
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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Ethereum, Bitcoin.
Heute, 15:18