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10.06.2021 DER AKTIONÄR

Kommentar von Lars Brandau: Wichtige Kennzahlen im Blick

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Credit Default Swaps (CDS) helfen dem Anleger, die Bonität eines Unternehmens einzuschätzen. Auch, wenn es viele bemerkenswerte Kennzahlen gibt, so handelt sich bei den CDS um eine, die zeigt, wie riskant ein Emittent ist, beschreibt Lars Brandau in der aktuellen Wochenkolumne.

Dieser neue Service bietet privaten Anlegern ein einfaches und unkompliziertes Hilfsmittel zur Überwachung des Risikos ihrer Zertifikate und kann somit böse Überraschungen im Depot vermeiden helfen.

Eines gilt jedoch immer: Zertifikate als Inhaberschuldverschreibung unterliegen ebenso wie Staats- und Unternehmensanleihen dem Emittentenrisiko. Wenn es zur Zahlungsunfähigkeit des Emittenten kommt, erleidet der Zertifikateinhaber einen Totalverlust oder erhält nur einen Teil seines investierten Kapitals zurück.

Der DDV veröffentlicht deswegen unter www.derivateverband.de börsentäglich die sogenannten Credit Spreads der Emittenten. Sie helfen dem Anleger, die Bonität eines Zertifikate-Emittenten richtig einzuschätzen. Der DDV zieht hierzu die Credit Default Swaps (CDS) heran. Sie geben die Kosten für die Absicherung einer Anleihe des jeweiligen Emittenten an. Je höher die Absicherungskosten für die Anleihe, desto höher schätzt der Markt die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls ein. Steigende CDS sind also ein negatives, fallende CDS dagegen ein positives Signal.

Bevor sich ein Privatanleger für den Erwerb eines bestimmten Zertifikats entscheidet, sollte er externen Sachverstand nutzen und Produktbewertungen heranziehen. Hierfür eignen sich insbesondere wissenschaftlich fundierte Bewertungen, die entscheidungsrelevante Faktoren wie Kosten, Handelsqualität, Emittentenbonität und Informationsbereitstellung beinhalten. Für mehr als 300.000 Zertifikate stehen auf der Website des DDV unter der Rubrik „Transparenz“ entsprechende Zertifikatebewertungen zur Verfügung.


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