Schlussglocke: Old Economy rettet Stimmung beim Dow Jones – Nasdaq knickt ein

Schlussglocke: Old Economy rettet Stimmung beim Dow Jones – Nasdaq knickt ein
Foto: H-AB Photography/Shutterstock
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Timo Nützel 08.01.2026, 22:14 Timo Nützel

Nach dem jüngsten Rücksetzer zeigt sich der Dow Jones am Donnerstag wieder von seiner starken Seite. Während Tech-Anleger bei der Nasdaq Kasse machen, feiern die Klassiker der Old Economy ein Comeback und schieben den Leitindex zurück in Richtung Rekordmarke. Doch die Ruhe ist trügerisch: Morgen stehen die vielbeachteten US-Arbeitsmarktdaten bevor.

Nach einem zähen Start hat der US-Leitindex Dow Jones Industrial am Donnerstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt. Gesucht waren unter den 30 Aktien des Dow vor allem klassische Industrietitel der sogenannten Old Economy. Dazu zählten etwa Home Depot, Nike, Coca-Cola, Procter & Gamble sowie Caterpillar. Sie verhalfen dem Dow zu einem Plus von 0,55 Prozent auf 49.266,11 Punkte.

Am Vortag hatte der Dow bei 49.621 Zählern ein Rekordhoch erreicht, anschließend waren die Kurse jedoch ins Minus gerutscht. Die ganz großen Sprünge nach oben blieben am Donnerstag aus, steht doch am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht für Dezember das konjunkturelle Highlight der Woche auf der Agenda - womöglich mit Folgen für die Zinserwartungen an den Kapitalmärkten.

Der den breiten US-Aktienmarkt abbildende S&P 500 schloss mit 6.921,46 Punkten quasi unverändert. Verluste gab es dagegen an der Technologiebörse Nasdaq, der Nasdaq 100 verlor 0,57 Prozent auf 25.507,10 Zähler. Hier nahmen Investoren bei den zuletzt stark gestiegenen Papieren aus der Halbleiterindustrie Kursgewinne mit.

Rüstungswerte unter den Top-Tagesperformern

Deutliche Kursaufschläge gab es im Rüstungssektor. Die Branche erholte sich davon, dass sie am Vortag unter dem von US-Präsident Donald Trump geplanten Verbot von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen für Rüstungskonzerne gelitten hatte. Nun rückte in den Vordergrund, dass das Militärbudget für das Jahr 2027 deutlich auf 1,5 Billionen Dollar erhöht werden soll.

Unter Anlegern kam daraufhin wieder Fantasie auf für die möglichen Profiteure höherer staatlicher Rüstungsausgaben. Die Aktien US-amerikanischer Konzerne wie Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris oder Northrop Grumman legten zwischen 1,7 und 5,2 Prozent zu.

Alcoa knickt ein

Unter Druck gerieten mit minus 2,6 Prozent die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa, die von der Bank JPMorgan auf "Underweight" abgestuft wurden. Analyst Bill Peterson gibt in einem Ausblick auf die kommenden Quartalsbilanzen in der Branche Kupferaktien den Vorzug vor Aluminium. Er verwies dabei auch auf die Bewertung der Alcoa-Aktien, die zuletzt ein Hoch seit Juni 2022 erreicht hatten.

Übernahmegerüchte bei Merck & Co

Die Papiere von Merck & Co stiegen um 2,2 Prozent. Der Financial Times zufolge verhandelt der Pharmariese mit dem Krebstherapie-Entwickler Revolution Medicines über eine Übernahme. Dessen Aktien verteuerten sich um 4,6 Prozent.

Infront DowJones (WKN: 969420)

Enthält Material von dpa-AFX

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