14.05.2020 Thomas Bergmann

DAX bricht ein – 1. Korrekturziel erreicht – Stopp nachziehen

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DAX

Nach den schwachen Vorgaben aus den USA hatte sich der DAX am Morgen noch wacker gehalten. Doch im Laufe des Handelstags weitet der deutsche Leitindex seine Verluste immer weiter aus. Mittlerweile ist er im Bereich von 10.200 angelangt, wo er auf eine wichtige Unterstützung trifft. DER AKTIONÄR hat am Morgen auf fallende Kurse gesetzt und schon ein dickes Plus aufgebaut. 

Der Fall unter die Marke von 10.400 war für den AKTIONÄR heute Morgen der Trigger für den Einstieg auf der Short-Seite. "Auf kurze Sicht dürfte der Index den Unterstützungsbereich bei 10.200 testen, eventuell auch die 10.000-Punkte-Marke", hieß es in der E-Mail, die den Abonnenten um 10:30 Uhr zuging.

Der massive Anstieg der Arbeitslosenzahlen, schwache Unternehmenszahlen und das Risiko einer zweiten Corona-Welle belasten die Kurse. Zudem sehen immer mehr Marktteilnehmer den Aktienmarkt als völlig überteuert an.  

Auch Fed-Chef Jerome Powell warnt: Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise seien wesentlich schlimmer als jede Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg, sagte Powell und versicherte, die US-Notenbank werde ihre Instrumente weiterhin vollumfänglich einsetzen, bis die Krise eindeutig überstanden sei. Der Weg dahin sei aber höchst ungewiss und mit erheblichen Risiken verbunden. Powell rief den Staat zu noch mehr fiskalischer Unterstützung auf.

DAX (WKN: 846900)

Sollte der DAX unter die untere Begrenzung des seit Mai gültigen Seitwärtstrends rutschen, wartet bei 10.097 die nächste wichtige Unterstützung. Neben einer Gap-Kante liegt dort das 50%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Erholungsbewegung. Signifikanter ist freilich die 10.000-Punkte-Marke.

Wer der Empfehlung des AKTIONÄR gefolgt ist und den Turbo-Short mit der WKN DDC9KQ bei 9,95 Euro gekauft hat, liegt bereits gut im Plus. Der Stoppkurs sollte auf Einstand nachgezogen werden.

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