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24.07.2019 Markus Bußler

Gold: Die Bullen geben nicht auf

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Gold

Es gab in den vergangenen Wochen allerhand erheiterndes zu lesen. So schrieb ein Analyst tatsächlich, der Anstieg von Silber sei drauf zurückzuführen, dass mit der Gewinnwarnung von Fresnillo die Sorgen vor einem Defizit auf dem Silbermarkt gewachsen sind. Nun, Fresnillo wird im laufenden Jahr rund zwei Millionen Unzen Silber weniger fördern als erwartet. Eine Zahl die angesichts einer Minenproduktion von rund 27.000 Tonnen kaum ins Gewicht fällt.

Aber zugegeben: Die Analysten hatten es nicht einfach. Das Gros wurde angesichts des jahrelangen Seitwärtsmarktes bei Gold von der Rallye auf dem falschen Fuß erwischt. Und als dann auch noch Silber plötzlich anfing zu steigen, müssen eben auch einmal etwas fadenscheinigere Erklärungen herhalten. Dabei ist die einfachste Erklärung doch: Nachdem der Goldpreis aus dem jahrelangen Seitwärtstrend mit dem Anstieg über 1.375 Dollar ausgebrochen war, nahm die Wall Street wieder Notiz von dem Edelmetall. Gut abzulesen ist das an den Zuflüssen in den Gold-ETFs wie dem SPDR Gold Shares (GLD). Das wiederum führte zu weiter steigenden Kursen. Die steigende Nachfrage sorgte dann auch für steigende Kurse. Das Ganze bahnte sich bereits im Vorfeld an – der Chart gab einige Hinweise darauf, dass der Ausbruch dieses Mal gelingen kann.

Entsprechend furios verlief dann auch der Anstieg. Erste rote Flaggen, die vor allem von Seiten der COT-Daten kommen, werden bislang komplett ignoriert. Aktuell notiert Gold weiter über der Marke von 1.420 Dollar. Und das wiederum deutet daraufhin, dass das Edelmetall sich auf Kurs neues Jahreshoch befindet. Ob die Anleger im Vorfeld der Zinsentscheidung am kommenden Mittwoch weiter so beherzt zugreifen, oder sich kurzfristig in Zurückhaltung üben, steht sicherlich auf einem anderen Blatt. Rund 75 Prozent des Marktes rechnet mit einer Zinssenkung von 0,25 Basispunkten, der Rest mit 0,50 Basispunkten. Die Fed war zuletzt doch arg marktgesteuert, deshalb wird sie wohl alles Voraussicht so handeln, wie das Gros des Marktes von ihr erwartet.

Gold (ISIN: XC0009655157)

Auch wenn rund um den Fed-Termin traditionell Unruhe einkehrt, eine Zinssenkung scheint beschlossene Sache zu sein. Gold sollte den Schwung also mitnehmen und die Bullen weiter am Drücker bleiben. Im Spätsommer/Herbst sollten Anleger dann aber auch einmal mit einer etwas längeren Konsolidierung rechnen, die aber wohl als Grundlage für eine Jahresendrallye dienen sollte.

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