Dieser Montag geht in die Geschichtsbücher ein: Erstmals überspringt der Goldpreis die Marke von 5.000 Dollar. Silber klettert derweit auf 109 Dollar je Unze. Doch bei Gold sehen die Analysten der Bank of America noch weiteres Potenzial. Chefstratege Michael Hartnett hält einen Goldpreis von 6.000 US-Dollar je Unze bis zum Frühjahr für möglich.
Zur Begründung verweist er auf frühere Gold-Bullenmärkte, in denen der Preis im Schnitt um rund 300 Prozent innerhalb von gut dreieinhalb Jahren gestiegen ist – ein Szenario, das auch diesmal erreichbar erscheint. Damit läge Gold mehr als 20 Prozent über dem bisherigen Rekordniveau. Auch Michael Widmer, Head of Metals Research bei BofA, sieht Gold weiterhin als zentralen Baustein in Anlegerportfolios. Er bezeichnet das Edelmetall als Absicherung und Renditequelle zugleich. Für 2026 erwartet die Bank ein Umfeld aus sinkendem Angebot, steigenden Förderkosten und hoher Nachfrage. Die 13 größten nordamerikanischen Goldproduzenten dürften ihre Förderung um rund zwei Prozent reduzieren, während die All-in-Sustaining-Costs auf etwa 1.600 US-Dollar je Unze steigen sollen. Gleichzeitig prognostiziert Widmer einen kräftigen Gewinnanstieg: Das EBITDA der Produzenten könnte 2026 um 41 % auf rund 65 Milliarden US-Dollar zulegen.
Gold bleibt laut Widmer trotz starker Kursgewinne strukturell unterinvestiert. Ein moderater Anstieg der Investmentnachfrage um 14 Prozent könnte bereits ausreichen, um das 6.000-Dollar-Ziel zu erreichen. Besonders vermögende Privatanleger seien bislang kaum engagiert: Ihr Goldanteil liegt im Schnitt bei nur 0,5 Prozent der Portfolios. Auch Zentralbanken dürften weiter Käufer bleiben. Gold macht zwar bereits rund 15 Prozent der weltweiten Währungsreserven aus, optimal wären laut BofA jedoch etwa 30 Prozent.
Zudem stellt Widmer die klassische 60/40-Portfolioaufteilung infrage. Analysen seit 2020 zeigten, dass ein Goldanteil von 20 Prozent oder mehr, zeitweise sogar bis zu 30 Prozent, sinnvoll sein könne. Unterstützung erwartet BofA auch von der Geldpolitik: In Phasen fallender Zinsen bei Inflation über 2 Prozent sei Gold historisch im Schnitt um 13 Prozent gestiegen. Entscheidend sei nicht die Zahl der Zinssenkungen, sondern die Richtung.
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Heute, 09:35