Gold und Silber nähern sich psychologisch wichtigen Marken. Erstmals in der Geschichte hat Gold zuletzt 4.900 Dollar überwunden. Damit nimmt der Goldpreis nun Kurs auf 5.000 Dollar. Und auch Silber hat die Rally zuletzt fortgesetzt. Gut 99 Dollar kostete aktuell eine Feinunze. Die 100-Dollar-Marke ist nur noch einen Hauch entfernt.
Rückenwind liefern anhaltende geopolitische Spannungen, ein schwächerer US-Dollar sowie die Aussicht auf weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Selbst politische Entspannungssignale aus Washington konnten den Aufwärtstrend nicht bremsen, da konkrete Vereinbarungen bislang ausbleiben.
Zusätzliche Unterstützung kommt von robusten Konjunkturdaten aus den USA: Steigende Konsumausgaben in den vergangenen Monaten deuten auf ein weiteres Quartal mit kräftigem Wirtschaftswachstum hin. Vor diesem Hintergrund hat Goldman Sachs seine Goldpreisprognose deutlich angehoben. Die US-Investmentbank erwartet zum Jahresende 2026 nun Kurse von 5.400 Dollar je Unze. Ausschlaggebend ist vor allem eine zunehmende Nachfrage privater Investoren, die Gold gezielt zur Absicherung gegen politische und wirtschaftliche Risiken nutzen. Diese Käufe dürften laut Goldman auch in den kommenden Jahren Bestand haben.
Parallel dazu bleiben die Zentralbanken ein entscheidender Faktor. Vor allem Notenbanken aus Schwellenländern bauen ihre Goldreserven weiter aus, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu reduzieren. Für 2026 rechnet Goldman Sachs mit durchschnittlichen Käufen von rund 60 Tonnen.
Silber präsentiert sich derweil sogar mit einer noch stärkeren fundamentalen Ausgangslage. Zwar ist das Edelmetall kein klassischer Wertspeicher wie Gold, profitiert aber ebenfalls von Sicherheitsbedürfnissen der Anleger und der Dollarschwäche.
Die neuen Rekordstände bei Gold liegen bei 4.967 Dollar, bei Silber bei 99,38 Dollar. Ein Sprung über die angesprochenen Hürden ist nun sehr wahrscheinlich, auch wenn sich die Gefahr für Rücksetzer nach der starken Rally zuletzt in jedem Fall erhöht hat. Von den wieder steigenden Preisen profitieren auch weiterhin die Gold- und Silberproduzenten. Dementsprechend stark entwickelt sich auch der Precious Metals Index des AKTIONÄR. Im Index sind bekannte Größen des Marktes wie beispielsweise Barrick Mining, Newmont, Agnico Eagle Mines oder Coeur Mining enthalten. Weitere Informationen zum stark laufenden Index und dazugehörige Produkte finden Sie hier. Mehr Infos zu den Edelmetallmärkten gibt es bei Goldfolio – dem Börsendienst für Gold- und Silberaktien.
Hinweis auf Interessenkonflikte:
Die Autorin hält unmittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Agnico Eagle Mines, Coeur Mining, Endeavour Silver.
Der Preis der Finanzinstrumente wird von einem Index als Basiswert abgeleitet. Die Börsenmedien AG hat diesen Index entwickelt und hält die Rechte hieran. Mit dem Emittenten der dargestellten Wertpapiere hat die Börsenmedien AG eine Kooperationsvereinba-rung geschlossen, wonach sie dem Emittenten eine Lizenz zur Verwendung des Index erteilt. Die Börsenmedien AG erhält insoweit von dem Emittenten Vergütungen.
Heute, 06:54